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Nach Apple-Rückzug: Auch Pervasive verlässt Indien

26.06.2006 | 14:20 Uhr |

Software-Hersteller Pervasive schließt seine Entwicklungs-Abteilung in Indien

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Der US-Softwarehersteller Pervasive schließt seine Entwicklungsabteilung in Bangalore (Indien). Pervasive führte unter anderem gestiegene Kosten als Grund für die Entscheidung an.

Analysten gehen davon aus, dass noch einige andere kleine Software-Entwicklungsabteilungen oder Support-Zentren von multinationalen Konzernen geschlossen werden. Siddharth Pai von der Beratungsfirma Technology Partners International (TPI) geht davon aus, dass eine Firma mindestens 1000 Mitarbeiter in Indien haben muss um profitabel zu sein, da die Fixkosten entsprechend hoch seien. Ansonsten lohne sich eine Auslagerung nach Indien nur für Arbeiten, für die besonders qualifizierte Mitarbeiter notwendig seien, die es nur in Indien gäbe. Derzeit gibt es Indien laut Pai insgesamt 385 Entwicklungs- und Support-Abteilungen von multinationalen Konzernen. Viele davon seien zu klein, um profitabel agieren zu können.

Mit seiner Entscheidung, Indien zu verlassen, folgt Pervasive Apple, das sein Support-Zentrum in Bangalore mit 30 Mitarbeitern geschlossen hatte. Pervasive hatte in seiner Entwicklungsabteilung 50 Mitarbeiter beschäftigt. Andere Firmen hingegen erhöhen ihre Investitionen in Indien. So hatte IBM angekündigt, insgesamt 6 Milliarden US-Dollar während der nächsten drei Jahre in Indien investieren zu wollen.

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