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Nachrichten-Webseiten protestieren gegen Adblocker

14.05.2013 | 07:14 Uhr |

Sueddeutsche.de startet gemeinsam mit faz.net, golem.de, RP Online, Spiegel Online und Zeit Online eine Kampagne gegen die Nutzung von Adblockern, die die Darstellung von Werbung unterdrücken.

Einer Mitteilung des Süddeutschen Verlags zufolge verwenden gegenwärtig etliche Nutzer Adblocker-Dienste. Diese Programme oder Programmzusätze zum Internetbrowser verhinderten bei rund 25 Prozent aller Seitenaufrufe verhindern, dass Werbung ausgeliefert wird. Die Anzeigen seien jedoch die wichtigste Einnahmequelle von Nachrichten-Websites. Diese wollten daher nun innerhalb einer gemeinsamen Kampagne auf diesen Umstand hinweisen und Ihre Leser mittels Einblendungen aufrufen, die Websites auf die Adblocker-Ausnahmeliste zu setzen.

Ziel der Kampagne sei es, das Bewusstsein der Leser zu schärfen und damit eine Basis dafür zu schaffen, auch zukünftig möglichst umfassende Nachrichtenangebote im Internet anbieten zu können.

"Wir von Adblock Plus begrüßen es, dass heute die großen Nachrichten-Websites mit Ihrer Kampagne Aufmerksamkeit auf das Thema User-Zufriedenheit mit Online-Werbung lenken", kontert Till Faida , Mitbegründer von Adblock Plus. "Die hohen Download-Zahlen und fast zehn Millionen aktive Nutzer unseres Add-ons in Deutschland zeigen, wie groß das Bedürfnis der Nutzer ist, eine neue Art von Online-Werbung zu etablieren."

Die Online-Werbeindustrie sei aber leider zu einem großen Teil noch nicht innovationsfreundlich genug, um sich auf Alternativen zu blinkenden Bannern einzulassen. Stattdessen werde einfach das Konzept der TV-Werbung kopiert, maximale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Adblock Plus sei sich vollkommen bewusst, dass Qualitätsjournalismus durch Werbung finanziert werde. Daher habe man schon 2011 die Acceptable-Ads-Initiative ins Leben gerufen. Unaufdringlich gestaltete und von der Adblock-Plus-Community als "akzeptabel" zertifizierte Werbung werde dabei in den Standard-Einstellungen des Werbeblockers nicht blockiert. Faida verschweigt hier leider dezent, dass dahinter auch ein Geschäftsmodell steckt.

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