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Nanobatterie soll 400 Jahre lang halten

15.09.2016 | 16:48 Uhr |

Eine Doktorandin der University of California in Irving (UCI) hat zufällig eine Entdeckung gemacht, die zu mehr Nachhaltigkeit führen könnte.

Die Chemie-Doktorandin Mya Le Thai experimentierte in ihrem Team an Nanodrähten in Batterien, berichtet die Universität of California in Irvine . Die extrem dünnen Drähte halten typischerweise nur 300 bis 500 Ladezyklen aus, in denen der Akku jeweils vollständig geladen und entladen wird. Aus einer Laune heraus habe Mya Le Thai eines Tages die Golddrähte mit einem Mantel aus Mangandioxid und einem elektrolytischem Gel ummantelt, das Plexiglas ähnele. Zur Überraschung aller hätten diese Kondensatoren dann aber auf einmal 10.000 Ladezyklen überstanden und weitere 10.000 und weitere 10.000. Bis zum Versagen der Drähte nach drei Monaten zählten die Forscher insgesamt rund 200.000 vollständige Ladungen und Entladungen. Hochgerechnet auf eine durchschnittliche Laptop- oder Smartphone-Batterie, die so gut wie täglich aufgeladen wird, ergebe sich eine Lebensdauer von 400 Jahren. So lange werden selbst die robustesten Macbooks oder iPhones nicht halten, sollte die an der UCI entdeckte Technik aber Serienreife erlangen, wäre die Frage, wie viele Ladungszyklen die fest eingebauten Akkus überstehen, ohne merkbar in ihrer Leistung nachzulassen, keine mehr. Generell werden dann auch weniger wiederaufladbare Batterien schon nach überschaubarer Gebrauchszeit im Sondermüll landen. Angesichts der endlichen Ressource Lithium gewiss eine gute Aussicht.

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