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Nanosaur 2: Hatchling

10.04.2004 | 09:09 Uhr |

Einmal mehr beglückt Brian Greenstone als Chef von Pangeasoft die Mac-Community mit einem unterhaltsamen Spiel, das nur auf Apple-Rechnern läuft. Diese dürfen aber in ihrer Hardware-Ausstattung nicht allzu sehr schwächeln.

"Der Dino, der hat keine Sorgen, denn er ist längst ausgestorben", dichtete Kinderbuchautor Erwin Moser, wenn auch ursprünglich in Bezug auf das Mammut. Doch in Nanosaur 2 ist genau das Gegenteil der Fall: Hier, in der fernen Zukunft des Jahres 4122, sind die Menschen ganz sorgenfrei, denn sie sind es, die längst ausgestorben sind. Beherrscht wird jenes aus unserer Sicht finstere - weil Menschen freie - Zeitalter durch gentechnisch aufgepeppte Dinosaurier. Allein, durch Inzest von eigener Degeneration bedroht, braucht die selbst ernannte Herrscherrasse eine genetische Auffrischung durch Original-DNA aus vorsintflutlicher Vergangenheit - von vor 65 Millionen Jahren. Leider hat eine Rebellen-Fraktion der Nanosaur die benötigten Eier für eigene Zwecke auf verschiedenen Planeten verstreut. Insgesamt besucht man als fliegender Saurier (offenbar ein Pterodactylos), mit Jetpack und verschiedenen Waffen ausgestattet, drei größere Planeten mit unterschiedlicher Vegetation. Dem steigenden Schwierigkeitsgrad entspricht, dass die aus strahlenden Nestern einzusammelnden Eier immer zahlreicher werden und immer besser beschützt sind. Etwa durch andere Dinosaurier - Raptoren - oder Geschütztürme, hoch aufragende Minen, kleinere, aber äußerst lästige Laserfahrzeuge, eklige Riesenwürmer und andere Unannehmlichkeiten.

Als fliegender Nanosaur verfügt man über eine Art tödlichen Ultraschallschrei, Raketen und Splitterbomben. Wer lieber gemütlich und ohne Gewaltanwendung durch die archaischen Landschaften gleitet, kann jederzeit den so genannten Kiddie-Modus einstellen, den nicht nur Kinder gelegentlich begrüßen dürften. Denn es ist speziell im dritten Level gar nicht so leicht, alle Eier aufzuspüren. Insbesondere dann nicht, wenn dabei ständig allerlei Feindlichkeiten entgegenzutreten ist. Um stets gut in Schuss zu sein, sammelt man die zahlreich vorhandenen Power-Ups für Gesundheit, Waffentypen, Treibstoff und Schutzschild auf, selbst ein Extraleben gibt es gelegentlich zu ergattern. Ansonsten ist das Spiel nach vier Lebensverlusten vorbei, ein Speichern des Spielstands ist nur nach einem abgeschlossenen Level möglich.

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