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Napster erzwingt Verbot von Aufnahmesoftware

19.07.2006 | 16:34 Uhr |

Napster hat vor Gericht ein Verbot der Aufnahmesoftware Direct-Cut erreicht. Das Landgericht Frankfurt hatte bereits am 31. Mai entschieden, dass die vom Franzis Verlag vertriebene Software gegen das Wettbewerbsrecht verstoße.

Software, die analoge Aufnahmen von digital geschütztem Audiomaterial ermöglicht, ist nach Aussage des Landgerichts nicht grundsätzlich verboten. Allerdings verleite die Software Direct-Cut Anwender dazu, die allgemeinen Geschäftsbedingungen von Napster zu verletzen. Diese sehen bei der Napster Flatrate nämlich vor, dass heruntergeladene Musikstücke nach Ablauf des Abonnements nicht mehr abgespielt werden dürfen. Daher verletze die Software vom Franzis Verlag das Wettbewerbsrecht (UWG) und behindere Napster in seiner wirtschaftlichen Tätigkeit, so das Gericht. Der Franzis Verlag muss die Anwendung vom Markt nehmen.

Direct-Cut nimmt Audiosignale am analogen Ausgang der Soundkarte auf und digitalisiert sie, so dass Anwender Musiktitel von Napster ohne Kopierschutz abspeichern konnten. Mit dem Urteil ist die „analoge Lücke“ bei Napster geschlossen.

Info: Golem.de

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