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Neonazis verschicken rassistische SMS-Nachrichten

04.09.2000 | 00:00 Uhr |

Neonazis haben nach einem Bericht des
Nachrichtenmaganzins «Focus» eine neue Propaganda-Strategie
entwickelt.

Wie «Focus» unter Berufung auf einen internen Bericht des
Bundesamtes für Verfassungsschutz meldet, nutzen die
Rechtsextremisten neuerdings verstärkt das «Short Message System»
(SMS) von Handys zur Verbreitung ausländerfeindlicher Parolen.

Vorwiegend an Ausländer in Deutschland schicken Neonazis gezielt
volksverhetzende Kurzmitteilungen. Die Rufnummern ihrer SMS-Opfer
beschaffen sich die Rechtsextremister aus Telefonbüchern und Online-
Auskunftsdateien. Die ausländerfeindlichen Nachrichten verschicken
sie meist über Neonazi-Seiten im Internet. So weiß der Empfänger
nicht, wer ihm die Nachricht gesendet hat.
dpa

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