1016889

Intel gewinnt Marktanteile dank Atom

03.04.2009 | 10:11 Uhr |

Die Chips für Netbooks verhelfen Intel zu Rekordanteilen am Microprozessor-Markt. Mit Ausnahme von Apple sind mittlerweile alle 15 Top-Computermarken im Netbook-Markt vertreten und Analysten sagen dort Umsatzsteigerungen in Höhe von 66 Prozent voraus.

Der Erfolg von Intels Mikroprozessor Atom scheint unaufhaltsam. Intel konnte in jedem Quartal 2008 einen wachsenden Marktanteil vermelden und der Trend setzt sich jetzt auch in 2009 fort, berichten die Analysten von iSuppli am letzten Mittwoch.

Im vierten Quartal 2008 erreichte Intel mit einem Anteil von 81,8 Prozent des weltweiten Mikroprozessor-Umsatzes neue Rekordwerte. Im gleichen Quartal des Vorjahres war der Marktanteil nur 78,4 Prozent. Matthew Wilkins, der leitende Analyst bei iSuppli , führt das stetige Wachstum auf Intels gute Entwicklung, erfolgreiche Marketing-Strategien und nicht zuletzt die steigende Nachfrage nach Netbooks zurück.

Die bisher stärkste Konkurrenz Advanced Micro Devices (AMD) hat dagegen deutlich Marktanteile verloren: Von 14,1 Prozent in 4/2007 sanken die Anteile an den weltweiten Umsätzen auf nur 10,6 Prozent in 4/2008.

Die Analysten sind sich einig, dass aufgrund der Netbooks auch in 2009 Intel Chancen hat, seinen Erfolg weiter ausbauen zu können. Obwohl Chip-Hersteller zunehmend mit Konkurrenz rechnen müssen, wird in diesem Markt ein extremes Wachstum erwartet. Die Marktforscher von Displaysearch erwarten, dass in diesem Jahr die Netbook-Verkäufe um 66 Prozent auf 27 Millionen Geräte anwachsen werden. "In der gegenwärtigen Rezession werden viele Kunden ihre Laptop-Kaufentscheidung zugunsten eines günstigeren Netbooks korrigieren", gab Displayresearch am Mittwoch in einem Bericht bekannt. Andere Analysten sehen die Chancen für Netbooks auch ohne den Hintergrund der Wirtschaftskrise und glauben, die Geräte verkaufen sich alleine durch den Vorteil in Gewicht und Größe besser als je zuvor.

John Jacobs, der Leiter der Notebook-Marktforschung bei Displayresearch , beschreibt in dem Bericht, dass nun bis auf Apple alle 15 Top-Computermarken in den Netbook-Markt eingestiegen sind. "Nach den Netbook-Entwicklungen von Acer und Asus und der steigende Nachfrage nach günstigen Modellen sahen sich alle Firmen im Zugzwang", beschreibt Jacobs den Trend. Asustek Comupter (Asus) war Ende 2007 alleiniger Vorreiter mit seinem Eee PC . Hewlett Packard und Acer folgten kurz darauf und Acer war mit seinem Aspire One im letzten Jahr der Marktführer auf dem Netbook-Markt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1016889