Netzagentur: Elektrosmog von Funkanlagen weit unter Grenzwerten
Bei Funkanlagen und den vielen neuen Mobilfunkstationen werden nach Messungen der Bundesnetzagentur die Grenzwerte für Elektrosmog durchweg deutlich unterschritten. Wenn die festgelegten Begrenzungen für elektromagnetische Felder zum Schutz der Bevölkerung vor möglichen Gesundheitsgefahren nicht eingehalten würden, dürften solche Anlagen gar nicht betrieben werden, sagte der Präsident der Netzagentur, Matthias Kurth, am Montag in Bonn.
«Wir können technisch garantieren, dass an jeder Anlage die Grenzwerte eingehalten werden», betonte Kurth. Selbst unmittelbar an der Antenne müsse dies der Fall sein. Mit einem neuen automatisierten Messsystem werde nun noch eine Lücke bei der Überwachung geschlossen. Für die Festlegung oder Beurteilung der Grenzwerte sei die Behörde nicht zuständig. Es sei Sache von Wissenschaft und Politik zu bestimmen, inwieweit diese angemessen und hinreichend seien.
65.000 Funkanlagen in Deutschland
Die Netzagentur habe bereits mit zahlreichen Aktivitäten zu einerVersachlichung der oft auch sehr emotional geführten Debatte um diemöglichen Risiken und Gefahren beigetragen, die von Funktechnologienund elektromagnetischen Strahlungen ausgingen, sagte Kurth. In Deutschland gibt es rund 65.000 feste Funk- und Mobilfunkstandorte.Die Netzagentur ist mit der Genehmigung und Messkontrolle der Anlagenbetraut. Allein binnen ungefähr eines Jahres (zwischen 2005 und 2006)wurden laut Kurth mehr als 20.000 neue Bescheinungen erteilt.
Kurth stellte ein neues Messsystem vor, das mit automatischenStationen eine kontinuierliche und einheitliche Messung derelektromagnetischen Felder erlaubt. Damit gebe es bei der Kontrollenoch mehr Transparenz und Aufklärung. Auch Befürchtungen vonbesorgten Bürgern könnten aufgenommen werden, dass sich nach einerbisher zu einem Zeitpunkt vorgenommenen Messung die Feldstärkendrastisch änderten oder dass die Sendeleistung von Funkanlagen,insbesondere von Mobilfunkbasisstationen, zu bestimmten Tages- undNachtzeiten in unzulässiger Weise erhöht werde.
Die Daten des neuen Messsystems stehen auch im Internetfüralle Interessierten zur Verfügung. Zur Zeit sind bereits siebenautomatische Messstationen in Betrieb – in Berlin, Bonn, Hamburg,Karlsruhe, Mainz und Moers. Weitere Stationen sind geplant. (dpa/mst)





Login über einen Foren Account
Gastposting
Gastbeiträge müssen erst freigeschaltet werden, bevor Sie auf der Seite erscheinen.