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Telekom will Webanbieter zur Kasse bitten

21.07.2010 | 13:49 Uhr |

Wenn es nach Telekom-Chef René Obermann geht, dann sollen Anbieter wie Apple oder Google zukünftig für ihre Dienste zahlen. Mobile Übertragungsqualität für Videos und Musik müsse etwas kosten.

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© Telekom

In einem Gespräch mit dem "Manager Magazin" bringt Telekom-Chef René Obermann das Thema Netzneutralität zur Sprache. "Ein gut gemachtes Netzangebot ist am Ende auch kostenpflichtig", so Obermann im Manager Magazin. Die Telekom will sich so beim mobilen Internet neue Geschäftsmodelle erschließen. Es geht dabei darum, dass Anbieter von Inhalten eine Gebühr für die Übertragung dieser Daten an die Nutzer zahlen sollen.

Internetprovider haben in der Vergangenheit bereits mehrfach einen finanziellen Ausgleich für besonders datenhungrige Dienste gefordert. Einzelne Anbieter, die besonders datenintensive und beliebte Angebote betreiben, sollen die Internetprovider dafür bezahlen. Netzneutralität bedeutet, dass der Provider alle durchgeleiteten Daten gleichberechtigt behandelt.

Dies ist bei mobilen Internetzugängen bereits heute nicht konsequent gegeben. Beinahe alle Mobilfunkanbieter verbieten bestimmte Dienste wie Tethering (Handy als Laptop-Modem), VoiP (Internettelefonie) oder P2P (Dateiübertragung per direkter Verbindung).

Link: Manager Magazin

Nachtrag : Die Telekom-PR hat ein Video mit einer Stellungnahme veröffentlicht.

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