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Neue Airport Extreme bindet Festplatten im Netzwerk ein

15.01.2007 | 16:50 Uhr |

Mit Airport Disk macht es Apple leicht, im Netzwerk mehr Speicherplatz für Medien und andere Dateien zur Verfügung stellen.

Die neue AirPort Extreme Basisstation ist die unspektakulärste Neuerung, die Apple auf der Macworld Expo vorgestellt hat - so unspektakulär, dass sie es nicht einmal in Steve Jobs Keynote geschafft hat. Doch auch, wenn sich beinahe eine Woche später noch immer alles ums iPhone zu scheinen dreht, lohnt sich ein zweiter Blick auf das neue Gerät, das ab Februar zur Verfügung stehen soll.

Die Neuerungen der Airport Extreme beschränken keinesfalls auf den neuen (Vor-)Standard 802.11n, der im WLAN bis zu fünf Mal schnellere Datenübertragungsraten und mehr Reichweite bieten soll. Insbesondere bei der eingebauten USB-Schnittstelle hat Apple nachgebessert: An sie kann man jetzt nicht nur einen Drucker anschließen, sondern auch eine HFS+- oder FAT-formatierte Festplatte. Wer einen USB-Hub verwendet, kann sogar mehrere Festplatten und Drucker gemeinsam verwenden . Zwar haben auch zuvor bereits zahlreiche Hersteller NAS-Lösungen (Network Attached Storage) angeboten, Apples Lösung aber ist besonders einfach zu bedienen. Sobald man ein externes Laufwerk mit der Basisstation verbindet, wird es auf verbundenen Rechnern mit Mac OS X umgehend eingehängt. Verbindet man einen Mac mit einer neuen Airport Extreme Basisstation und sind mit ihr Festplatten verbunden, so tauchen sie automatisch im Finder und auf dem Desktop auf. Dass die Automatik im Netzwerk auch mit Windows-Rechnern funktioniert, wie Chris Stone im O'Reilly Mac DevCenter Blog mutmaßt mutmaßt, ist wahrscheinlich: Die dafür möglicherweise Bonjour-Software für das Microsoft-System liegt der Aiport Extreme Station bei und ist für den Einsatz der NAS-Funktion ohnehin Voraussetzung. Im Übrigen lässt sich die Einhäng-Automatik auch ausschalten, so Stone. Apple werde dafür ein neues Administrations-Dienstprogramm zur Verfügung stellen - für Mac OS X und Windows. Noch unklar bleibt indes, ob Apple TV mit der Airport Disk-Technik zusammenarbeiten wird. Welche Macs sie mit 802.11n-Technik anfunkt, steht hingegen zweifellos fest: alle mit eingebautem Core 2 Duo- oder Xeon-Prozessor, ausgenommen den 17-Zoll-Mac mit 18,3 Gigahertz Taktung. Die nötigen Treiber liegen der 179 Euro teuren Airport Extreme Station bei.

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