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Neue Computer-Technologie setzt auf Kohlenstoff statt Silizium

27.09.2013 | 07:15 Uhr |

Wissenschaftlern aus den USA ist es gelungen, einen Computer mit Leiterbahnen aus Kohlenstoff zu entwickeln.

Forscher der Stanford University haben einen Computer präsentiert, der nicht mehr auf Silizium-Leiterbahnen setzt, sondern Daten über Kohlenstoff-Nanoröhren übermittelt. Der in der Fachzeitschrift Nature vorgestellte Rechner soll in Zukunft die Leistung herkömmlicher Systeme bei gleicher Größe übertreffen.

Die hierfür genutzten Nanoröhren bestehen aus einer einzigen Schicht an Kohlenstoffatomen. Im Gegensatz zu Silizium-Leiterbahnen ist die Wärmeableitung bei diesen zylinderförmigen Konstrukten deutlich besser. Als Resultat lässt sich die Spannung erhöhen, ohne dabei den Hitzetod der Leiterbahnen befürchten zu müssen.

Von der Marktreife ist das System jedoch noch weit entfernt. Die bislang ausgeführten 20 Standardbefehle seien jedoch ein großer Schritt. Zudem wären derzeit nur Berechnungen mit einem Bit und einem Befehl möglich. Der Weg zu 64-Bit-Systemen ist also noch lang. Dennoch bietet die Technik große Chancen für die Zukunft. Das aus 178 Transistoren bestehende System unterschreitet ähnliche Bauteile auf Silizium-Basis bei der Größe um den Faktor 5.

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