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Neue Firma von Star-Division-Gründer will digitale Geräte vernetzen

12.03.2002 | 14:41 Uhr |

Mit Verdisoft plant Marco Boerries Software anzubieten, die eine Vielzahl von digitalen Geräten zum Laufen bringen soll.

Marco Boerries, einer der bekanntesten deutschen Software-Unternehmer, hat sich mit einer neuen Firma in der Computer- Branche zurückgemeldet. "Mit Verdisoft wollen wir zu einem führenden Hersteller von Programmen werden, die die unterschiedlichsten mit einem Chip ausgestatteten Geräte zum Laufen bringt", sagte Boerries am Dienstag auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Die Angebote von VerdiSoft könnten beispielsweise Mobilfunkunternehmen wie Vodafone oder die Deutsche Telekom in die Lage versetzen, ihren Kunden flexibel Inhalte und Dienstleistungen auf den unterschiedlichsten Mobiltelefonen oder Taschencomputern anzubieten. Boerries hatte als 16-jähriger Schulabbrecher im Jahr 1985 das Hamburger Software-Unternehmen Star Division gegründet. Das Hauptprodukt, die Bürosoftware Star Office, verkaufte er im August 1999 für rund 75 Millionen Dollar an den US-Konzern Sun Microsystems. Im Januar 2001 später verließ Boerries den Microsoft-Konkurrenten, nachdem er sich zuvor auf dem Höhepunkt des Internet-Booms von seinen Sun-Aktien getrennt hatte.
"Heute haben wir es mit einem Personal Computer zu tun, für den wir häufig als System-Administrator arbeiten müssen", sagte Boerries der dpa. "In der neuen digitalen Welt haben wir es aber auch mit einer neuen Generation von Mobiltelefonen, Organizern, Auto- Navigationssystemen, intelligenten Haushaltsgeräten und anderen Apparaten wie einem MP3-Player zu tun, die alle verwaltet werden müssen."
Auf der CeBIT präsentiert Verdisoft die "Idee" sowie das technische Konzept der Infrastruktur-Software. Bis Ende 2002 soll nach Angaben von Boerries das Hauptprodukt der Firma, der VerdiSoft Crosspoint Server, allgemein verfügbar sein. Das im August 2001 gegründete Unternehmen hat seinen Firmensitz in Palo Alto (Kalifornien), die europäische Niederlassung sitzt in Hamburg. dpa

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