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6 Produkte, die aus dem Google-Motorola Deal kommen könnten

17.08.2011 | 06:00 Uhr |

Google kann mit der Motorola Mobility Übernahme eigene Smartphones verkaufen und erhält zusätzlich die Chance, in anderen Marktsegmenten Fuß zu fassen.

6 Produkte, die aus dem Google-Motorola Deal kommen könnten (c) Google/Motorola
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© Google/Motorola

Mit Googles Übernahme von Motorola Mobility für insgesamt 12,5 Milliarden US-Dollar sichert sich der Suchmaschinen-Gigant mehrere zehntausend Motorola-Patente. Google könnte den Smartphone-Markt so in neue Bahnen lenken und die Vormachtstellung von Apple angreifen. Bisher hat sich Google darauf beschränkt, das Android-Betriebssystem zu entwickeln. Damit hatte der Suchmaschinen-Gigant bereits große Erfolge erzielt. Die großen Gewinne hat aber bislang Apple eingefahren, die neben dem mobilen Betriebssystem iOS auch und ausschließlich Mobilfunkgeräte, wie iPhone und iPad mit verkaufen. Mit der Übernahme von Motorola Mobility hat Google jetzt die Möglichkeit, auch in diesem Geschäft abzusahnen und könnte sich so auf Augenhöhe mit Apple bringen.

Die Übernahme dürfte den Suchmaschinen-Giganten aber nicht nur Vorteile für den Mobilfunk-Markt bringen. In einer Telefonkonferenz wies CEO Larry Page darauf hin, dass sich Motorola auch durch seine innovativen Produkte in den Bereichen Heim-Geräte und Video- und TV-Lösungen auszeichne. Google plane deshalb eine enge Zusammenarbeit, um entsprechende Marktsegmente weiter zu entwickeln. Dadurch könnte Google auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens Fuß fassen. So könnte Google seine Produkte weiter verbessern und mit der entsprechenden Motorola-Hardware Komplettlösungen für Heim und Büro anbieten.

Die folgenden Anwendungen bieten einen Ausblick, auf mögliche Entwicklungen:

Google TV

Die offensichtlichste Anwendung, die nicht im Mobilfunk-Sektor spielt, wird sicherlich bei Google TV zu finden sein. Mit der Fusion eines der größten Hersteller von Settop-Boxen dürfte es nicht allzu lange dauern, bis in diesem Segment Entwicklungen auf dem Markt erscheinen. Zudem hat Motorola sichere Handelsbeziehungen zu mehreren US-Kabel-Unternehmen. Damit eröffnen sich für Google neue Wege, um die TV-Geräte zu erobern.

Googles Breitband-All-in-One-Internetzugang

Google entwickelt ein Hochgeschwindigkeits-Internetzugang mit Übertragungsraten von bis zu 1 GBit/s. Das Projekt wird derzeit in Kansas erprobt. Es kann sicherlich nicht Schaden, dass Google nun mit Motorola einen starken Partner gewonnen hat, der die entsprechende Hardware, wie Kabel- und DSL-Modems herstellt. Das dürfte Google zusätzliche Chancen einbringen, um Internet-Surfer in das zukünftige Google-eigene Glasfaser-Netz zu bringen.

© Google Inc.

Google Voice Home Phones

Google hat erst kürzlich seinen Dienst Google Voice erweitert und Motorola stellt Festnetztelefone her. So dürfte es zukünftig auch dort ein Komplett-Paket geben: ein Google VoIP-Telefon mit Netzvertrag von Google, als auch die Hardware, indirekt von Google, hergestellt und vertrieben unter dem Markennamen Motorola.

Google GPS

MOTONAV ist Motorolas Navigationstechnik für GPS-Navigationsgeräte. Google könnte in die Panasonic Geräte seine eigenen Entwicklungen integrieren, wie Google Street View und Google-Maps, mit seinem erst kürzlich in Europa eingeführten Stauwarner . Zukünftige Navigationsgeräte von Motorola mit der Google Software klingen nach möglichen Gewinnern in diesem Marktsegment.

© Motorola

Google Bluetooth

Ob Google jetzt auch in die Entwicklung der Bluetooth-Technologie einsteigt, bleibt abzuwarten. Mit Motorola hat Google jedenfalls einen der größten Headset-Hersteller mit ins Boot geholt. So könnten Geräte auf Google-Dienste, wie Google Voice, Google Music Beta oder Google Mail abgestimmt werden und das mögliche Kommunikations-Komplett-Paket aus dem Hause Google weiter abrunden.

Google Remote Access Software

Motorola hat die Rechte für die Timbuktu Remote Access Software (RAS). Bisher hat diese RAS-Software keine große Rolle auf dem Markt gespielt. Google könnte damit seine Cloud-zentrierte Computer-Vision um weitere und neue Funktionen erweitern. So können Anwender vielleicht zukünftig über einen Google Dienst von überall und jederzeit Zugriff, etwa auf ihr Chromebook, nehmen.

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