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Neue Hoffnung für Moores Gesetz

11.06.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach IBM (Computerwoche.de berichtete) meldet nun auch Intel einen Durchbruch in der Halbleiter-Entwicklung: Forschern des Unternehmens sei es gelungen, Transistoren für Mikroprozessoren und andere Core-Logic-Bauelemente zu entwickeln, die gerade 20 Nanometer oder ungefähr vier Atome groß sind. Dies berichtet das "Wall Street Journal". Die winzigen Komponenten seien 30 Prozent kleiner und 25 Prozent schneller als alles, was Intel-Forscher bislang zuwege gebracht hätten. Sie seien gleichzeitig 1000 mal schneller als die Transistoren, die derzeit auf dem schnellsten kommerziell verfügbaren Chip des Herstellers ihren Dienst verrichten.
Intel erwartet, dass mit der neuen Technik bereits im Jahr 2007 Chips mit einer Milliarden Transistoren und 20 Gigahertz Taktfrequenz möglich werden. Zum Vergleich: Der aktuelle Pentium 4 taktet mit 1,7 Gigahertz und besitzt 42 Millionen Transistoren. Neue Hoffnung also für das von Intel-Gründer Gordon Moore formulierte Gesetz, dem zufolge sich die Anzahl der Bauelemente auf einem Chip alle 18 Monate verdoppelt. Experten hatten in letzter Zeit immer häufiger ein Ende dieser Regel heraufbeschworen, weil die nötige Miniaturisierung zunehmend unmöglich erschien.

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