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Neue Konzepte für neue Zielgruppen

21.06.2004 | 12:36 Uhr |

Das Wettrennen nach immer mehr Funktionen und Fähigkeiten steht bei Extensis nicht mehr an erster Stelle. Wichtiger sei es, Produkte zielgruppengenau am Markt zu platzieren.

Extensis nutzte die Mac-Expo in Köln, um in hochkarätiger Besetzung die Neuausrichtung des Unternehmens und die aktuelle Version der Bilddatenbank Portfolio 7 vorzustellen. Dazu waren Jill Hedrick, VP of Worldwide Sales und Bob Campbell, European Business Director bei Extensis, angereist, die für Macwelt den Fahrplan der nächsten Jahre skizzierten.

Mit der Übernahme durch :Celartem im Jahr 2000 habe man einen gehörigen Investitionsschub erhalten, der unter anderem auch die Akquise von :Diamondsoft im vergangenen Jahr ermöglicht habe. So habe man Gelegenheit erhalten, sich nochmal grundlegend neu zu positionieren und die Produktstrategie zu überarbeiten.

Wichtigstes Ergebnis dieser Umstrukturierung: Extensis verabschiedet sich vom Rennen um immer mehr Funktionen, die gerade Programme wie Bildbearbeitungen immer weiter aufgebläht und dadurch immer unübersichtlicher gemacht hätten. Wichtiger sei es vielmehr, sich an den Bedürfnissen der Anwender zu orientieren. So sei die neue Version von Portfolio beispielsweise mit der Unterstütztung von Exif- und IPTC-Metadaten stark auf Fotografen ausgerichtet, wie auch das Zusatzmodul Net Publish zum schnellen und automatischen Veröffentlichen von Bildkatalogen im Internet. Konsequenterweise wird Extensis in diesem Jahr auch erstmals als Aussteller auf der Photokina vertreten sein.

Fokussierung lautet auch das Stichwort für künftige Produkte. Statt ein immer breiteres Angebot aufzusetzen, wolle man sich auf einige wenige Produkte beschränken, diesen aber die volle Aufmerksamkeit geben. So werde man das Angebot an Photoshop-Plug-ins nicht erweitern, sondern eher Aktionen fahren, wie die aktuelle Bündelung der fünf Tools Photo Frame, Smart Scale, Mask Pro, Intellihance Pro, QX-Tools pro Mac zur Photo Imaging Suite. Ebenso werde man auch die drei momentan noch betreuten Font-Utilities Suitcase, Font Reserve und Font Doctor im Lauf der nächsten zwei Jahre zu einem Produkt verschmelzen, das in ferner Zukunft sogar Bestandteil eines einzigen Programms auf Basis von Portfolio werden könne. Hier ließen sich dann alle Arten von Dokumenten verwalten, unter anderem eben auch Fonts. Große Bedeutung komme in diesem Konzept der Client-Server-Struktur zu, die das projektorientierte Arbeiten in Agenturen und bei Kreativen besser abbilde als noch im Moment.

Zurück in der Gegenwarte gelte jedoch alle Aufmerksamkeit der neuen Version von Portfolio, die jedoch vorerst nicht in einer lokalisierten Fassung auf den Markt kommen soll, sondern nur mit einem ausführlichen deutschen Handbuch. Portfolio 7 ist seit einigen Wochen im Handel , die Vollversion (nur für Mac-OS X ab Version 10.2) kostet rund 200 Euro, das Update ungefähr die Hälfte.

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