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Neue Leopard-Funktion in 10.5.2: CDs und DVDs im Netzwerk freigeben

25.01.2008 | 10:54 Uhr |

Im MacBook Air steckt kein optisches Laufwerk und so musste sich Apple etwas einfallen lassen. Mit Mac-OS X 10.5.2 erwartet den Leopard-Anwender eine neue Funktion des Betriebssystems, Remote Disc.

Steve Jobs hat sie am Rande seiner Expo-Keynote bereits vorgeführt, mit ihrer Hilfe lassen sich CDs und DVDs auf Macs und Windows-Computern freigeben und mit anderen Rechnern im Netzwerk teilen. Inzwischen sind auch die technischen Details bekannt: Zwar lässt sich über eine Remote Disc-Verbindung Software installieren, Filme anschauen aber kann man darüber nur mit Einschränkungen.

Noch immer warten viele Leopard-Anwender auf Mac OS X 10.5.2. Dass die Aktualisierung kurz bevorsteht, lässt sich allerdings schon daran sehen, dass Apple in dieser Woche nicht weniger als drei Vorversionen an ADC-Entwickler verteilt hat - alle ohne bekannte Fehler. Engadget hat eine der Vorversionen aufgespielt und sich beim Testen voll und ganz auf Remote Disc konzentriert. Für das Freigeben von CDs und DVDs muss auf dem Client-Rechner Mac OS X 10.5.2 installiert sein, auf dem Computer mit dem optischen Laufwerk läuft eine spezielle Software: Der Remote Disc Installer für den Mac ist laut Engadget über 40 Megabyte groß, auf der Festplatte nimmt die Software rund 86 Megabyte ein. Für Windows wird es das Programm auch geben. Mit der einzigen Option, die sich im Sharing-Menü der Systemeinstellungen einstellen lässt, kann der Besitzer des Host-Rechners auswählen, ob er beim Zugriff auf sein Laufwerk um Erlaubnis gefragt werden möchte. Listen vertrauenswürdiger Benutzer, die damit stets ungefragt zugreifen könnten, gibt es nicht. Ein Client kann die CD im Host zwar nicht auswerfen, andersherum fragt der Host nach dem Drücken der Auswurftaste aber beim Benutzer des Client-Macs an, ob er fortfahren soll. Das Booten einer im Netzwerk freigegebenen Installations-CD ist möglich, so lässt sich beispielweise Leopard auf dem MacBook Air neu installieren. Über das Installieren von Software und das Lesen normaler Dateien hinaus gibt es allerdings einige Einschränkungen, wie Engadget herausgefunden hat: Film-DVDs lassen sich nur abspielen, wenn sie nicht im Laden gekauft wurden und nicht kopiergeschützt sind. Auch soll man DVDs übers Netzwerk nicht mit einem Programm wie Handbrake rippen können. Wer bereits ein Blu-ray- oder HD DVD-Laufwerk in seinem Mac oder Windows-PC verbaut hat, kann diese nicht übers Netzwerk freigeben - auch darin eingelegte DVDs erscheinen auf dem Client-Rechner nicht. Ein letztes Detail - und kein unwichtiges - zum Schluss: Über die Remote Disc-Verbindung lassen sich CDs und DVDs nur (mit Einschränkungen) lesen, nicht brennen.

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