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Neue Plage im Web: Spam-Blogs

20.10.2005 | 10:28 Uhr |

Weblogs werden schon seit längerer Zeit von Spammern missbraucht, um das Suchmaschinen-Ranking ihrer eigenen Websites zu verbessern.

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Zu diesem Zweck fügen sie mittels entsprechender Software automatisch Kommentare in die Online-Journale ein, die Links auf zwielichtige Adressen enthalten.

Während sich Betreiber von Weblogs und die Suchmaschinen gegen solchen Link-Spam immer erfolgreicher wehren, haben die Übeltäter bereits neue und effektivere Methoden für den Missbrauch von Blogs entdeckt. Anstatt fremde Sites mit Kommentar-Müll zu verstopfen, legen sie ihre eigenen Weblogs an. Dabei kommt ihnen zugute, dass die großen Blog-Hoster aggressiv um Marktanteile kämpfen und potenziellen Kunden das Anlegen von neuen Online-Journalen möglich einfach machen. Dabei verlangen weder Google, Microsoft oder Yahoo Gebühren für die Nutzung ihrer Dienste.

Mittlerweile existieren bereits Programme wie etwa "BlogBurner", die Weblog-Konten bei den großen Hostern automatisch einrichten können. Spammer tun dies in großem Umfang. Die Betreiber der Blog-Suchmaschine Technorati schätzen, dass täglich etwa 70 000 solcher Spam-Blogs ("Splogs") angelegt werden. Sie enthalten eine Reihe von Texten, die auf Websites der Auftraggeber verlinken, um diese in der Gunst der Suchmaschinen zu heben. Typischerweise handelt es sich dabei um Online-Casinos, Porno- und Pharma-Sites.

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