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Neue Powerbooks im Anmarsch

12.10.2001 | 00:00 Uhr |

Powerbook und iBook sollen schneller werden, wissen einige Websites zu berichten. Indizien für neue Apple-Hardware sind jedoch zahlreich.

München/Macwelt - Die britische Website "The Register" will von neuen Powerbooks wissen, die Apple noch in diesem Monat für das Weihnachtsgeschäft auf den Markt bringen wird. Die äußerlich nicht veränderten Mobilrechner sollen mit dem Power-PC 7440 ausgestattet sein, der weniger Energie verbraucht als der in den Desktop-Geräten eingesetzte Power-PC 7450. Als Nachfolger für die mit Taktraten von 400 MHz und 500 MHz arbeitenden TiBooks will Apple Modelle mit 600 MHz und 700 MHz Taktrate anbieten, der Systembus soll 133 Mhz schnell sein. Auf dem Prozessor ist ein 256 KB großer Level-2-Backside-Cache direkt aufgebracht, gegenüber der Vorgänger-CPU Power-PC 7410 soll sich jedoch die Leistungsaufnahme auf 13,4 W bei 700 MHz mehr als verdoppeln, was zu weiteren Hitzeproblemen führen könnte.

Der "Speed-Bump" soll jedoch nur ein Zwischenschritt sein, die Quellen von "The Register" sprechen bereits jetzt von einer vollkommen neuen Powerbook-Genaration, die auf der Macworld Expo in Tokyo im Februar kommenden Jahres Premiere haben soll. Diesen Mobilrechner soll dann Motorolas Power-PC 7460 antreiben, der auch unter dem Codenamen Apollo bekannt ist und Taktraten bis zu 1,33 GHz ermöglichen soll.

MacNN weiß darüber hinaus von verbesserten iBooks zu berichten, die ab nächster Woche mit einem 600-MHz-G3-Prozessor und serienmäßig 128 MB RAM in Apples Produktlinie erscheinen sollen. Zudem sollen größere Festplatten mit 15 GB und 20 GB Kapazität in die Einsteiger-Mobilrechner eingebaut sein. Das Spitzenmodell mit Combo-Laufwerk um 100 US-Dollar günstiger werden, das Preisniveau der anderen Modelle bleibt gleich.

Auch Powerbooks soll Apple wieder zu den alten Preisen anbieten, die vor der Reduzierung im September gegolten haben. Bei den Taktraten für das neue Powerbook nennt MacNN jedoch geringfügig abweichende Zahlen, mit 550 MHz und 667 MHz sollen die neuen TiBooks arbeiten, die Festplatten sollen 20 GB und 30 GB Platz bieten. Serienmäßig ist ATIs Mobility Radeon als Grafikkarte und auch eine Airportkarte soll fester Bestandteil der Standardkonfigurationen sein.

Wie üblich hat Apple die Spekulationen bisher weder bestätigt noch dementiert, zu "nicht vorhandenen Produkten" wolle man keine Details nennen. Die Anzeichen verdichten sich jedoch, dass die TiBooks noch im Herbst einen Nachfolger bekommen.

Erst Ende August hat der Mac-Hersteller die Preise für seine älteste Produktlinie im Portfolio gesenkt, die Rabattaktion, während der man für 100 US-Dollar weniger bei Apple im Bundle mit einem neuen Rechner ein Peripheriegerät erwerben konnte, läuft am 16. Oktober aus. Preissenkungen waren bei Apple zuletzt immer ein Indiz auf ein Auslaufmodell und mit einer neuen Aktion ist nach dem 16. Oktober eindeutig zu rechnen, wenn das Weihnachtsgeschäft einsetzt.

In Großbritannien hätten laut "The Register" die Distributoren keinerlei TiBooks mehr auf Lager, ein Mitarbeiter der PC World UK will darüber hinaus in einer internen Datenbank für Retailer gesehen haben, dass das 400 MHz- und das 500 MHz-Modell ihren End-of-life-Status erreicht hätten. pm

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