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Neue Prozessoren

12.04.2001 | 00:00 Uhr |

Motorola, Hersteller des G4-Prozessors, hat in der letzten Woche seine Produktion umgestellt. Die neue Bauweise HiP7 soll neue Chips ermöglichen, die bei wesentlich geringerem Stromverbrauch deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen.

Apples Prozessoren-Hersteller Motorola kündigte am 9. April ein neues Fertigungsverfahren für die Chip-Produktion an. Die "Seventh Generation High Performance Metal Oxide Semiconductor" oder auch HiPerMOS7 (HiP7) genannte Bauweise, soll die Grundlage für Motorolas nächste Chip-Generation darstellen, die 0,13 Mikron basiert ist. Laut Motorola enhält HiP7 aber auch 0,07 Mikron in seiner CMOS-Technologie. Diese Fertigungsdichte entspricht dem 1/1500-Durchmesser eines menschlichen Haares.

Das HiP7-Verfahren soll neue Prozessoren ermöglichen, die SOI-basiert (Silicon on Insulator) sind und Kupferverbindungen nutzen. Laut Motorola sollen damit Chips möglich sein, die höhere Geschwindigkeiten und geringeren Stromverbrauch und weniger Hitze bieten. Auch der Herstellungspreis soll deutlich sinken. Die aktuelle Prozessor-Generation MPC 7450, die Apple in seinen High-end-G4-Macs einsetzt, basiert auf einem 0,18-Mikron-Verfahren und beinhaltet noch keine "Silicon on Insulator"-Technologie. Zukünftig, so Motorola-Manager Suresh Venkatesan, sollen die 0,13-Mikron-Chips bis zu 50 Prozent weniger Energie verbrauchen.

Der Motorola-Konkurrent Intel hat Anfang April die ersten 0,13-Mikron-Prozessoren auf 300 Millimeter Wafern in seiner Fabrik D1C in Hillsborn (Oregon) gefertigt und war weltweit das erste Unternehmen, das Chips in derart großen Wafern hergestellt hat. In Serie will Intel die Chips jedoch erst Anfang 2002 produzieren. Motorola plant die Massenproduktion ebenfalls für das nächste Jahr.

Neue G3-Prozessoren

Auch IBM ist bei den Chipentwicklung im Power-PC-Bereich sehr aktiv. Der Hersteller hat Anfang März etwa neue Kupfer-Prozessoren auf 0,18-Mikron-Basis angekündigt, die Ende April/Mai in Masse verfügbar sein sollen. Die PowerPC-750CXe-Prozessoren sollen zwischen 400 und 700 MHz bieten und dürften wahrscheinlich bereits im Juli in neuen iMacs zu finden sein. mst

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