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Ebay zwingt zu Paypal-Sicherung

02.02.2010 | 16:22 Uhr |

Ab 25. Februar 2010 lassen sich Ebay-Auktionen nur starten, wenn man als Zahlungsweg auch den Umweg über Paypal anbietet - Ebay kassiert doppelt.

eBay Desktop
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Die Pflicht zu Paypal (ab 25. Februar 2010) ist für Käufer ein klarer Vorteil bei Online-Auktionen: Paypal räumt unter bestimmten Bedingungen einen Käuferschutz ein, der es bis zu 45 Tage nach dem Kauf einer Ware erlaubt, das bezahlte Geld ganz oder teilweise zurück zu forden. Allerdings hat auch dieser Schutz Löcher: Geschützt sind nur Transaktionen auf Ebay, wenn die Lieferung per Post erfolgte. Explizit ausgenommen sind immaterielle Verkäufe wie Gutscheine oder Dienstleistungen sowie digitale Bücher und Musikstücke oder generell alle Fahrzeuge.

Für Ebay-Verkäufer sieht der Schutz dagegen deutlich ungemütlicher aus. Wer weniger als 50 Bewertungspunkte hat (sprich: weniger als 50 Ebay-Käufe oder -Verkäufe), ist ab 25. Februar 2010 verpflichtet, zuerst ein Paypal-Konto zu eröffnen. Andernfalls lässt sich die Auktion nicht starten. Möglicht ist dann aber zusätzlich zu Paypal andere Zahlungsmöglichkeiten anzubieten, beispielsweise die Vorabüberweisung oder die Bezahlung bei Abholung.

Entscheidet sich der Käufer später für die Bezahlung mit Paypal, fallen für den Verkäufer zusätzliche Gebühren an: 1,9 Prozent des Betrages zuzüglich 0,35 Euro pro Vorgang. Wer beispielsweise ein T-Shirt für 20 Euro verkauft, muss dann - neben den üblichen Ebay-Gebühren - weitere Kosten in Höhe von 0,38 plus 0,35 Euro bei Paypal bezahlen.

Allzu hoch sind die Gebühren bei Paypal nicht. Einen unangenehmen Beigeschmack bekommt die Pflicht für Gelegenheits-Verkäufer aber, wenn man weiss, dass Ebay selbst Eigentümer von Paypal ist. Bei jedem Verkauf verdient die Firma also doppelt...

Weitere Infos über die geänderten Bedingungen bei Ebay siehe Pressemitteilung vom 1. Februar 2010

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