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Neue Sammelklage gegen Apple: Monopolbildung mit iPod und iTunes

08.11.2007 | 09:16 Uhr |

Apple ist Ziel einer neuen Sammelklage: Die Abhängigkeit der iPods von iTunes sei demnach illegal, da dadurch ein Monopol auf dem digitalen Medienmarkt gebildet werde mit den möglichen Folgen Preisinflation, Ausschluss der Konkurrenz und Beschränken der zukünftigen Kaufentscheidungen der Konsumenten auf dieses System.

19 Seiten umfasst die formelle Klage, die bereits im August in Florida gerichtlich eingereicht wurde. Mittlerweile wurde die Klage auf Ersuchen von Apple vom Bezirksgericht Florida and das US Amtsgericht für Süd-Kalifornien weitergereicht, wo bereits ähnliche Fälle seit zwei Jahren auf ein Urteil warten.

Die Klage wurde von Frederick Black aus Florida stellvertretend für alle Einwohner von Florida eingereicht, die einen iPod oder Downloads von iTunes kauften und dann feststellen mussten, dass die Download-Daten von iTunes nicht auf ein Fremd-Gerät überspielt bzw. dass Downloads von anderen online Musik-Diensten nicht auf iPod übertragen werden können.

Black wirft Apple vor, dass dies unzumutbar und illegal gemäß Floridas Gesetzgebung bezüglich Missbrauchs und unfairem Handel sei. Ein Kunde, der seinen iPod verliert oder beschädigt, sei zum Kauf eines neuen iPods gezwungen oder verliere die Nutzung bereits erstandener Medien von iTunes.

Laut Black hätte Apple die Lizenz zur Verwendung von Microsofts Windows Mediaformat erwerben oder einen neuen firmenunabhängigen Industriestandard für Kopierschutzsysteme entwickeln sollen, statt einfach die Konkurrenz in dem Sektor auszuschalten um eine dominante Marktposition zu sichern.

Black wirft Apple außerdem vor, absichtlich die Verwendung der Bauteile von frühen iPod-Modellen, die Windows Mediaformat unterstützten, unterbunden zu haben, um für Kunden verfügbare Medieninhalte zu kontrollieren.

Blacks Anwalt schreibt zudem: Apple „kontrolliert einen derartig großen Anteil des Markts für tragbare digitale Wiedergabegeräte, Online Musik-Dienste und Online-Videos, dass Apple die Preise für die Kunden bestimmen kann und dies zu Preiserhöhungen geführt hat.“ Die Anklage fügt hinzu, dass Apple dies „absichtlich zur Eliminierung der Konkurrenz“ betreibt und dieses „nicht für legitimen Geschäftsbetrieb notwendig ist“. Black verlangt Schadensersatz in Höhe von 15.000 US-Dollar und eine Verfügung zur Unterbindung weiterer Schäden.

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