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iPhones und iPods sollen Misshandungs-Sensor bekommen

06.08.2009 | 17:20 Uhr |

Mit einer neuen Technik will Apple feststellen, ob ein defektes Gerät vom Nutzer falsch behandelt wurde. Stürze, Kontakt mit Nässe oder extreme Temperaturen würden in Zukunft vom Gerät gespeichert werden.

In dieser Woche wurde ein Patentantrag aus dem Jahr 2008 veröffentlicht, der zeigt, dass Apple Fehlverhalten der Nutzer stärker kontrollieren will. Tragbare Geräte wie iPods und iPhones sollen in Zukunft so genannte "Consumer abuse events" aufzeichnen, Fälle von falscher Behandlung durch den Nutzer. So sollen Feuchtigkeitssensoren, Beschleunigungssensoren und Temperaturfühler gemeinsam darüber wachen, ob das Gerät stürzt, nass wird oder unter extremen Temperaturen betrieben wird.

Das System, das Apple Garantiekosten sparen soll.
Vergrößern Das System, das Apple Garantiekosten sparen soll.

Solche Vorkommnisse landen dann im Speicher des Gerätes. Apple kann diese Informationen dazu nutzen, um dem Nutzer Fehlverhalten nachzuweisen, wenn der iPod oder das iPhone defekt ist. Laut der Patentschrift könne Verkaufspersonal fahrlässig beschädigte Geräte nicht immer zuverlässig erkennen. Ziel des Systems ist es wohl, Kosten bei Garantieansprüchen zu sparen. Bereits heute setzt Apple simple Feuchtigkeitssensoren ein. In der Kopfhörerbuchse des iPhones und iPod Touch ist ein kleiner Indikator, der sich bei Kontakt mit Flüssigkeiten verfärbt. Auch in Macbooks sind diese Indikatoren enthalten.

Fraglich ist, ob Apple auch bei strittigen Fällen eine Reparatur in der Garantiezeit verweigern kann, wo nicht eindeutig ist, ob Defekt und Fehlverhalten kausal zusammenhängen. Ist ein iPod beispielsweise in der Vergangenheit laut Fehlerspeicher einmal hingefallen und die Kopfhörerbuchse hat Monate später einen Wackelkontakt, könnte es zum Streit zwischen Kunden und Apple kommen.

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