Apples Uhr

Neue Spekulationen um iWatch

11.02.2013 | 09:36 Uhr | Sabine Friedrich

Apple soll an einer Nachfolgeversion des kleinen, quadratischen iPod Nano mit Uhr-Design arbeiten und dabei Funktionen einbauen, auf die Dick Tracey schon seit den 30ern wartet.

Der Formfaktor des iPods Nano der vorletzten (sechsten) Generation hat Zubehörfirmen zuerst auf den Gedanken gebracht, des iPod Nano von 2010 als Uhr zu vermarkten. Apple setzte zwar eine Reihe von Uhr-Designs ein, aber war überrascht, wie sehr Käufer es als großartigen Kaufanreiz aufnahmen.

Bruce "Tog" Tognazzini, ein ehemaliger Benutzerschnittstellen-Entwickler, erwartet, dass dank der technologischen Fortschritte seit 2010 ein moderner Nachfolger sich zum absoluten Verkaufsschlager mausern könnte, meldete iPodNN . In seinem Blog beschreibt Tog, dass das erste Modell jede Menge Beschränkungen besaß: Vor der Kopfhörer-Buchse, die ein Kabel verlangte, bis hin zur begrenzten Akku-Laufzeit, dem Fehlen von Internet-Zugang und der bescheidenen App-Auswahl waren dem wahren Potential einer iWatch Grenzen gesetzt.

Tog glaubt, dass Apple aber unter Hochdruck an einem neuen iPod arbeitet, der weitaus vielseitiger genutzt werden kann. Bereits das iPod Nano-Modell konnte Sprach-Memos aufnehmen, FM-Radio empfangen und Weckerfunktionen erfüllen. Der Einsatz von Bluetooth 4.0 würde künftig die Akku-Laufzeit drastisch verbessern, und eine drahtlose Schnittstelle für Musik und Apps bieten. Vorbild sei die Cookoo-Watch , die ein ganzes Jahr mit der eingebauten Batterie durchhält. Togs visionäre Beschreibung ist aber weitaus ehrgeiziger und sieht eine iWatch die Funktion eines Sicherheits-Hubs erfüllen und zum Sammeln von geographischen Daten, wie Luftdruck, Höhe, Temperatur, bis hin zum Verwalten von Passwörtern und zum Finden von anderen iOS-Geräte eingesetzt werden. Via Bluetooth könnte das Gerät eine Fernbedienungs-Schnittstelle für Siri auf dem iPhone sein, oder auch als Freisprechanlage Anrufe durchstellen, während das Smartphone irgendwo in Reichweite in der Tasche bleiben kann.

Tog erwartet auch mehr Apps, die nicht das volle iOS-Betriebssystem brauchen, für die iWatch. Vorbild ist hier die Nike-App auf dem iPod Nano. Möglich sei hier zum Beispiel der Einsatz von NFC-Technologie , um die iWatch zur mobilen Geldbörse auszubauen.

Tog gibt zu, dass er keine Insider-Informationen von Apple besitzt, die auf eine iWatch schließen lassen, aber er ist zuversichtlich, dass ein solches Produkt hundertprozentig in die Produktpalette von Apple passen wird und eine Reihe von Patenten nutzen kann, die Apple für "tragbare" Technologie in Kleidungsform hält. Seine Vision zeigt ein weiteres Apple-Produkt, dass wir nicht brauchten, bevor wir es sahen. Während Tog Apple verlassen hat, hat Apples Designwelt ihn offenbar noch lange nicht losgelassen.

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