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Neue Taktik im Kampf gegen Spam

27.08.2007 | 13:11 Uhr |

Im Kampf gegen Spam setzt sich eine neue Taktik durch. Anstatt nur auf bessere Filter und Blacklists zu setzen, gehen einige Gruppen direkt gegen die beworbenen Webseiten vor.

Nach Angaben von Symantec machten unerwünschte E-Mail-Nachrichten in der zweiten Jahreshälfte 2006 knapp 60 Prozent des gesamten Mailverkehrs aus. Spam-Filter allein können das Problem nicht lösen, meint Garth Bruen . Bruen richtet sich mit seinem Projekt Knujon („No Junk“ rückwärts gelesen) direkt gegen die in Spam-Mails beworbenen Internetseiten.

Nach Ansicht von Bruen sind aktuelle Vorgehensweisen gegen Spam veraltet. „Als das Spam-Problem aufkam, gab es hauptsächlich Gerüchte und Serienbriefe, die keine wirkliche Bedrohung darstellten.“, sagte Bruen. Mittlerweile gebe es aber in großem Umfang Malware und Betrugsversuche.

Mit seinem Knujon-Projekt hat Gart Bruen bereits insgesamt mehr als 30.000 Internetseiten von Spammern vom Netz genommen. Freiwillige senden an Knujon ihre Spam-Nachrichten, die das Projekt in einer Datenbank abspeichert, um aktive Spammer ausfindig zu machen. Die Datenbank umfasst aktuell mehrere Hunderttausend Internetseiten. Verantwortlich für die Spam-Mails ist eine vergleichsweise kleine Gruppe von rund 50 Personen. „Nicht allzu viele Personen stecken dahinter“, sagt Bruen.

Die Firma Computer Cops setzt auf eine ähnliche Vorgehensweise wie Bruen. Der Gründer Paul Laudanski geht davon aus, dass die Spammer auch für andere Online-Delikte verantwortlich sind. Wenn man sich nur auf Phishing oder Spam beschränke, würde man einige kriminelle Delikte im Internet übersehen, meint Laudanski.

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