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Neue Technologien im Überblick

23.06.2003 | 23:07 Uhr |

Nicht nur der Prozessor und das Gehäuse des G5 sind vollkommen neu, auch unter der Haube hat sich einiges getan.

PCI-X


Drei topmoderne  PCI-X-Slot hat der neue G5 zu bieten, die den Datendurchsatz von dem in früheren Power Mac verwendeten PCI-Schnittstellen von 33 MHz auf 133 MHz erhöht.
PCI-X ist eine Erweiterung des bekannte Schnittstellenstandards  PCI. Die von der PCI Special Interest Group ( www.pcisig.com ) im letzten Sommer veröffentlichten PCI-X 2.0 Standards sehen nicht nur 64-Bit-Steckplätze für PCI-Karten vor, sondern zusätzlich für die Zukunft Protokolle PCI-X 266 und PCI-X 533, die mit steigenden und fallenden Taktflanken Signale übertragen und dadurch flexibler und schneller arbeiten. Soweit bisher bekannt, sollen PCI-X-Karten abwärtskompatibel sein und auch in 32-Bit-Slots passen.
Gerade im Serverbereich müssen große Datenmengen schnell und zuverlässig zu Festplatten- RAID-Systemen oder Netzwerkkarten transportiert werden. Aber auch im Desktop-Bereich sind die Anforderungen an einen zügigen Datenverkehr gestiegen. Als Bremse erweist sich hier in der Regel das viel zu langsame I/O-Bussystem. Dieses Manko wollte das  PCI-SIG-Konsortium, bestehend aus Firmen wie Intel, AMD, Microsoft, Dell und HP, mit neuen Bustechnologien beseitigen.
Nachdem der 1993 vorgestellte PCI-Bus mit einer Datentransferrate von maximal 127,2 MByte/s für moderne I/O-Hardware wie 10-Gbit-Ethernet-Adapter zu langsam ist, sollen PCI-X und vor allem PCI Express das Defizit beseitigen. Diese neuen Bustopologien erreichen Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 7,95 GByte/s (PCI-X1066) und 9,53 GByte/s je Richtung (PCI Express mit 32 Leitungspaaren).

USB 2.0

Der  USB-Standard hatte sich, nicht zuletzt durch Apple, innerhalb kurzer Zeit durchgesetzt. Durch die einfache Handhabung und die höheren Datenraten im Vergleich zu der seriellen oder parallelen Schnittstelle erfreut er sich inzwischen großer Beliebtheit.
Während der alte  USB-1.1-Standard mit Datenraten von 12 MBit/s für USB-Keyboards, Mäuse und 56K-Modems sowie  ISDN-Adapter vollkommen ausreicht ist er für Festplatten und externe Laufwerke zu langsam. Externe USB-1.1-Brenner erreichen maximal 4fache-Brenngeschwindigkeit, DVDs können zumeist nicht ausgelesen werden. Bei USB-2.0 bestehen diese Beschränkungen nicht mehr. Firewire bietet gegenüber USB-2.0 einige Vorteile, so benötigen externe USB-2.0-Festplatten sehr oft ein externes Netzteil, während externe Firewire-Festplatten (der Größe 2,5-Zoll) ihre Stromversorgung komplett über das Firewirekabel beziehen können. Blickt man auf  das in deutschen Mediamärkten verfügbare Peripherieangebot, sind Geräte mit USB-2.0 gegenüber Firewire-Geräten mittlerweile eindeutig in der Überzahl.

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