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Nokia Siemens Networks übernimmt Apertio für 140 Millionen Euro

02.01.2008 | 13:50 Uhr

Der finnisch-deutsche Telekomausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) will das Software-Start-up Apertio übernehmen.

Der Preis liege bei 140 Millionen Euro, teilte NSN am Mittwoch mit. Die Übernahme soll im laufenden Quartal abgeschlossen werden. Bislang stehen hinter Apertio vorrangig Risikokapitalgeber, darunter die Venture-Capital-Töchter der Deutsche Telekom und von Motorola .

Apertio mit Hauptsitz im britischen Bristol entwickelt und wartet Software für Mobilfunk- und Festnetze. Zu den Kunden zählen Netzbetreiber wie T-Mobile , O2 oder Vodafone . Mit NSN bestand bislang bereits eine Partnerschaft. So setzt NSN, eine Tochter von Nokia und Siemens , bei bestimmten Netzwerk-Typen bereits die Software von Apertio ein.

Nokia Siemens Networks will zudem sein Geschäft mit Infrastruktur-Dienstleistungen weiter ausbauen. Dabei handelt es sich unter anderem um den Bau, die Wartung und den Betrieb von Mobilfunk- und Festnetz für Telekommunikationsanbieter. Ziel der neuen Tochtergesellschaft Nokia Siemens Networks Services Deutschland GmbH & Co. KG sei es, von der Konsolidierung in diesem Markt in Deutschland zu profitieren und ihre führende Position in dem wachsenden Segment zu festigen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit.

Nokia Siemens Networks hatte zum 1. Januar die Vivento Technical Services (VTS) mit 2000 Mitarbeitern von der Deutschen Telekom übernommen . Die neue Nokia Siemens Networks Services Deutschland ist eine 100-prozentige Tochter des Gemeinschaftsunternehmens von Nokia und Siemens. Für die kommenden fünf Jahre waren darüber hinaus mit der Telekom Dienstleistungen im Wert von 300 Millionen Euro vereinbart worden. Auch mit weiteren Betreibern seien bereits Vereinbarungen zur Zusammenarbeit getroffen worden, erklärte das Unternehmen am Mittwoch, nannte aber zunächst keine Namen.

In der Branche gibt es derzeit einen Trend zur Auslagerung von Serviceleistungen. So unterhält auch der Mobilfunkbetreiber E-Plus eine Partnerschaft mit dem Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent . (dpa/tc)

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