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Taz verlässt Apples iBookstore

01.07.2010 | 07:38 Uhr |

Für Tageszeitungen scheint Apples iBookstore weniger geeignet zu sein - Aktualisierungen dauern zu lang.

Dies lässt sich aus den Erfahrungen der taz aus Berlin schließen, die das Blatt in seinem Blog berichtet . Am 10. Juni hatte sich die Publikation als nach eigenen Angaben erste Zeitung der Welt für Apples Vertrieb von elektronischen Büchern angemeldet. Dass für eine Tageszeitungen aber andere Parameter beim elektronischen Vertrieb wichtig sind als für Bücher, musste die taz schon beim Versuch, eine Ausgabe für den nächsten Tag in den iBookstore zu stellen, leidvoll erfahren. Anstatt das gegen 22 Uhr fertig gestellte E-Paper der taz vom kommenden Tag zügig zu veröffentlichen, ließ sich Apple mit dem iBookstore teils mehrere Tage Zeit, die neue Ausgabe einzustellen.

Updates der aktuellen Ausgabe konnte die taz jedoch sofort veröffentlichen, das Datum der Ausgabe blieb jedoch in den Metadaten unverändert. So war es nicht möglich, eine derart überholte taz erneut zu verkaufen, wer sich einmal eine Ausgabe für 99 Cent auf iPhone oder iPad geladen hatte, bekam fortan auch die Updates umsonst. Apple habe keine Hilfestellung gegeben, sondern nur darauf hingewiesen, dass der iBookstore nicht für Tageszeitungen gedacht sei. Eine Verkürzung der Zeit zwischen Upload und Verkaufsstellung sei nicht möglich. Die taz hat die Konsequenzen gezogen und den Verkauf über den iBookstore beendet. Zukünftig wolle man Interessierten die Zeitung nicht im vom iBookstore verwendeten Format Epub anbieten, sondern als MOBI-Datei, die man auf dem Kindle oder auch auf Blackberries lesen könne.

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