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Neue iMacs spätestens Ende Februar

08.02.2001 | 00:00 Uhr |

Kaum war die Macworld Expo vorbei, kursierten schon die ersten Gerüchte, Apple produziere keine iMacs mehr, sondern versuche, die letzten Geräte über Rabatte loszuwerden, um dann mit neuen Modellen ins Frühjahr zu starten.

Gegenüber den derzeit aktuellen iMacs werden sich die neuen Consumer-Rechner vor allem durch höhere Prozessortaktraten und ein eingebautes CD-RW-Laufwerk auszeichnen. Möglicherweise gibt es sie auch wieder in neuen Farben, hellere Frühlingsfarben könnten die gedeckten Erd- und Herbsttöne der zuletzt vorgestellten Modelle ablösen. Bei der Form wird sich nichts ändern, auch den vielfach geforderten iMac mit 17-Zoll-Monitor wird es nicht geben. Stattdessen wird Apple den Power Mac Cube preislich da belassen, wo er zurzeit steht und ihn so quasi als High-End-iMac mit externem Monitor positionieren.

Zwar hat Apple derzeit weniger Probleme, was den Verkauf des iMac angeht, berauschend sind die Zahlen aber nicht. Schon deshalb muss frischer Wind her, sollen die Verkäufe angekurbelt werden. Da von IBM ausreichend G3-Prozessoren in Taktraten von 500 bis 800 MHz verfügbar sind, werden sich die iMacs in dieser Bandbreite bewegen. Auf den G4-Prozessor umzustellen macht für Apple zurzeit wenig Sinn. Zum einen ist hier die Verfügbarkeit schlechter, zum anderen wird Apple sich IBM als alternativen Prozessorhersteller warm halten wollen und nicht komplett auf Motorolas G4 setzen.

Dass Macs künftig mit internem CD-Brenner ausgeliefert werden, ist kein Geheimnis. Steve Jobs hat es Ende letzten Jahres angekündigt, zudem hat Apple gerade mit iTunes und iDVD hervorragende Software vorgestellt, mit der man CDs brennen und Musik bearbeiten kann. Beide Programme sind einfach zu bedienen und ganz auf die Consumer-Klientel ausgerichtet. Erst in einem iMac mit CD-Brenner machen beide Sinn, und Apple hätte in der Kombination ein echtes Knüllerprodukt: Niemand anderer bietet die Möglichkeit, so einfach Musik-CDs zusammenzustellen und zu produzieren. Dass die Preise der iMacs durch den schnelleren Prozessor und den CD-Brenner wieder in die Höhe getrieben werden, braucht man nicht zu befürchten. Einerseits sind die iMacs preislich gut positioniert, andererseits sind CD-Brenner inzwischen günstig auf dem Markt zu haben. Neben einer im Hinblick auf Mac-OS X großzügigeren Speicherausstattung und einer größeren Festplatte werden wohl alle Rechner über Firewire verfügen. Ohne diese Schnittstelle macht der Mac als "Digital Hub", also als digitale Schaltstelle für elektronische Geräte aller Art, keinen Sinn. Ebenso wird auch das Einsteigermodell über eine Airport-Schnittstelle verfügen.

Alles Weitere bleibt Spekulation: Ob es einen höheren Bustakt gibt, eventuell eine AGP-Schnittstelle und schnellere
3D-Grafik von ATI oder Nvidia, Gigabit-Ethernet oder sonstige Verbesserungen, bleibt abzuwarten. Auch der Zeitpunkt der Vorstellung ist unklar. Ob Apple die neuen Rechner nach der Verkündung der Quartalszahlen noch im Februar zu einem extra anberaumten Termin in den USA oder auf der Macworld
Expo in Tokio vorstellen wird, bleibt offen. Gegenüber Händlern hatte Apple von Neuvorstellungen in Tokio gesprochen, die Meldungen aus den USA deuten allerdings auf einen früheren Termin hin. In Deutschland hatte der Mac-Hersteller bis Redaktionsschluss noch keine Meldungen von auslaufenden iMac-Modellen herausgebracht, Preissenkungen gibt es bislang ebenfalls nicht.
Zu den US-Meldungen über neue iMacs wollte sich Apple Deutschland nicht äußern.
Sebastian Hirsch

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