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Neue iMacs vor der Tür

17.01.2001 | 00:00 Uhr |

Spätestens Ende Februar wird Apple mit neuen iMacs auf den Markt kommen.Was das für Geräte sind, ist nicht schwierig vorauszusehen. In den Details wird Apple aber wieder für Überraschungen gut sein.

München/Macwelt - Kaum ist die Macworld Expo vorbei, beginnt schon wieder die Zeit der Mac-Gerüchte. Die jüngste Nachricht aus den USA lautet: Apple produziert keine iMacs mehr, versucht, die letzten Geräte über Rabatte loszuwerden, um dann mit neuen Modellen ins Frühjahr zu starten. Gegenüber den derzeit aktuellen iMacs werden sich die neuen Consumer-Rechner vor allem durch höhere Prozessortaktraten und ein eingebautes CD-RW-Laufwerk auszeichnen. Möglicherweise gibt es sie auch wieder in neuen Farben, hellere Frühlingsfarben könnten die gedeckten Erd- und Herbsttöne ablösen. In der Form wird sich nichts ändern, auch den vielfach geforderten iMac mit 17-Zoll-Monitor wird es nicht geben. Stattdessen wird Apple den Power Mac Cube preislich da belassen, wo er derzeit steht und ihn so quasi als High-End-iMac mit externem Monitor positionieren.

Zwar hat Apple derzeit weniger Probleme, was den Verkauf des iMac angeht, berauschend sind die Zahlen aber nicht. Schon deshalb muss frischer Wind her, sollen die Verkäufe angekurbelt werden. Da von IBM ausreichend G3-Prozessoren in Taktraten von 500 bis 800 MHz verfügbar sind, werden sich die iMacs in dieser Bandbreite bewegen. Auf den G4-Prozessor umzustellen macht für Apple derzeit wenig Sinn. Zum einen ist hier die Verfügbarkeit schlechter, zum anderen wird Apple sich IBM als alternativen Prozessorhersteller warm halten wollen und nicht komplett auf Motorolas G4 setzen.

Dass Macs künftig mit internem CD-Brenner ausgeliefert werden, ist kein Geheimnis. Steve Jobs hat es Ende letzten Jahres angekündigt, zudem hat Apple gerade hervorragende Software vorgestellt, mit der man CDs brennen und Musik bearbeiten kann. Beide Programme sind einfach zu bedienen und ganz auf die Consumer-Klientel ausgerichtet. Erst in einem iMac mit CD-Brenner machen beide Programme Sinn, und Apple hätte in der Kombination ein echtes Knüllerprodukt: Niemand anderer bietet die Möglichkeit, so einfach Musik-CDs zusammenzustellen und zu produzieren. Dass die Preise der iMacs durch den schnelleren Prozessor und den CD-Brenner wieder in die Höhe getrieben werden, braucht man nicht zu befürchten. Einerseits sind die iMacs preislich gut positioniert, andererseits sind CD-Brenner inzwischen günstig auf dem Markt zu haben.

Neben einer im Hinblick auf Mac-OS X wohl großzügigeren Speicherausstattung und einer größeren Festplatte werden wohl alle Rechner über Firewire verfügen. Ohne diese Schnittstelle macht der Mac als "digital hub", also als digitale Schaltstelle für elektronische Geräte aller Art, keinen Sinn. Ebenso wird wohl auch das Einsteigermodell über eine Airport-Schnittstelle verfügen.

Alles Weitere bleibt Spekulation: Ob es einen höheren Bustakt gibt, eventuell eine AGP-Schnittstelle und schnellere 3D-Grafik von ATI oder Nvidia, Gigabit-Ethernet oder sonstige Verbesserungen, bleibt abzuwarten. Auch der Zeitpunkt der Vorstellung ist noch unklar. Ob Apple die neuen Rechner nach der Verkündung der Quartalszahlen noch im Februar zu einem extra anberaumten Termin in den USA oder auf der Macworld Expo in Tokio vorstellt, bleibt offen. Gegenüber Händlern hatte Apple von Neuvorstellugen in Tokio gesprochen, die Meldungen aus den USA deuten aber auf einen früheren Termin hin. In Deutschland hatte Apple bis Dienstag Abend noch keine Meldungen von auslaufenden iMac-Modellen herausgebracht, auch Preissenkungen gibt es bislang keine. Apple Deutschland wollte sich zu den US-Meldungen nicht äußern.

Sebastian Hirsch

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