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Neuer DRM-Schutz soll E-Book-Piraten stellen

18.06.2013 | 10:47 Uhr |

Ein in Deutschland entwickelter Kopierschutz soll dafür sorgen, dass illegal getauschte E-Books dem ursprünglichen Käufer zugeordnet werden können.

Forscher der Technischen Universität Darmstadt haben mit SiDiM ein Projekt vorgestellt, mit dem der illegale Austausch von E-Books künftig eingedämmt werden soll. Hierfür wird jede Ausgabe der digitalen Bücher mit leicht veränderten Texten ausgeliefert. Eine Software könne Wörter oder Textpassagen so modifizieren, dass diese den Lesefluss nicht verändern. Trotzdem lässt sich das E-Book später zuverlässig dem jeweiligen Käufer zuordnen, sollte es in Tauschbörsen die Runde machen.

SiDiM entstand in Kooperation mit der deutschen Regierung, der Buchindustrie und Forschern der Universität Darmstadt. Ziel war ein DRM-Schutz, der die regulären Käufer nicht einschränkt oder stört. Die eindeutige Zuordnung der E-Books und ihren rechtmäßigen Besitzer soll dazu führen, dass es sich ein Hobby-Pirat gut überlegt, ob er seine Anschaffung kostenlos im Internet anderen Nutzern zur Verfügung stellt. Die Rückverfolgungsmöglichkeit würde die bisherige Anonymität solcher Aktivitäten ausschalten.

Einen Makel hat der neue Kopierschutz jedoch: Die Ersetzung oder Vertauschung von Wörtern wird automatisch erfolgen. Entsprechend muss auch damit gerechnet werden, dass Sätze nicht mehr den vom Autor gewünschten Sinn ergeben.

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