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Neuer Kreativ-Senior Vice President für Adobe

28.03.2006 | 11:46 Uhr |

Mit der Verpflichtung von John Loiacono ist Adobe ein echter Coup gelungen, immerhin stand Loiacono 19 Jahre lang für die Entwicklung neuer Software bei SUN. Nun soll er sich um Produktentwicklung und Marketing von Adobes „Portfolio für Kreativprofis“ kümmern.

Damit ist Loiacono Herr über das gesamte Software-Angebot des Unternehmens, in seiner neuen Funktion berichtet er direkt an Shantanu Narayen, President und COO. Die entsprechende Pressemeldung von Adobe zitiert Narayen: „Unter der Leitung von John Loiacono werden wir unsere Innovationskraft auch in Zukunft unter Beweis stellen und integrierte Loesungen anbieten, die viele Workflows vereinfachen. Durch neue Produkt-Features wird unsere Software stets dem Wettbewerb ein gutes Stueck voraus sein.“. Eine Aufgabe Loiaconos wird sicherlich sein, das Zusammenwachsen von Macromedia und Adobe voranzutreiben, gerade auch im Hinblick auf die Integration der jeweiligen Software.

Loiacano beendet mit seinem Wechsel zu Adobe eine 19 Jahre dauernde Karriere bei Sun, die ihn unter anderem über die Stationen Chief Marketing Officer, Senior Vice President Platform Group bis zu seinem letzten Posten als Executive Vice President of Software führte. Wie er in seinem eigenen Blog schreibt, plant er nun, „6,7, oder 10 Jahre bei Adobe zu bleiben“ um dann ein eigenes Startup-Unternehmen zu gründen. Und verrät, was zumindest bei Sun seine eigentliche Aufgabe war: Ich werde bezahlt, um optimistisch für meinen Geschäftsbereich zu sein, um Cheerleader zu sein.“ – sicherlich kein schlechter Ansatz, um zwei verschiedene Softwarekulturen zu verschmelzen.

Spannend dürfte auch sein, wie weit Loiaconos Haltung zu Open-Source-Software sein Wirken bei Adobe beeinflussen wird. Bei Sun war er ein engagierter Promoter des Linux- und Open-Source-Kurses seines Unternehmens. Sun sei in dieser Hinsicht engagierter als jedes andere IT-Großunternehmen. "95 Prozent unserer Software sind Open Source", sagte der Softwarechef in einem kürzlich veröffentlichten Interview mit der Computerwoche. In Sachen Offenheit sei sein Unternehmen anderen weit voraus, was sich auch daran zeige, dass Sun inzwischen rund 1600 Patente für die Nutzung in Open-Source-Projekten freigegeben habe.

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