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Apple reagiert auf Trojaner Wirelurker

07.11.2014 | 07:32 Uhr |

In China eine neue Form von iPhone-Schädlingen aus. Dabei trifft es nicht nur die Smartphones, die mit einem Jailbreak versehen sind, sondern ganz reguläre iOS-Geräte von Apple. Apple hat inzwischen die verseuchten Programme gesperrt.

In den letzten sechs Monaten haben Anwender vor allem in China rund 350.000 mal verseuchte Apps geladen. Der Schädling hat sich anschließend via USB auch auf iPhone und iPad übertragen. Die verseuchten Apps stammen nicht aus dem Mac App Store, sondern aus dubiosen Quellen. Apple hat für die betroffenen Apps mittlerweile die Entwicklerzertifikate gesperrt, sofern Gatekeeper auf dem Mac aktiveirt sind, lassen sie sich nun nicht mehr installieren.

Der schädliche Programmcode trägt den Namen „WireLurker“ und richtet zumindest derzeit noch nicht sehr viel Schaden an. Momentan scheint sich bei den betroffenen Nutzern lediglich eine Comic-App zu installieren.

Allerdings wäre es den Angreifern durch diesen Schädling möglich, auf Kontakte, Fotos, aber auch Nachrichten des Gerätes zuzugreifen. Sofern der Mac also eine schädliche App heruntergeladen hat und das iOS-Gerät anschließend per USB an das „vertrauenswürdige Gerät“ angeschlossen wurde, verteilt sich die Schadsoftware weiter.

Derzeit scheint der Schädling nur in China zu kursieren, allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass es auch hierzulande ähnliche Fälle geben könnte. Jedenfalls sind Sie gut damit beraten, ausschließlich Apps von seriösen Quellen, im Bestfall dem offiziellen Mac App Store, zu laden. Wichtig wäre außerdem die Einstellung unter „Sicherheit“, lediglich zertifizierte Downloads von Apps zuzulassen. Schließen Sie Ihr iPhone oder iPad außerdem nicht per USB an öffentliche oder Ihnen fremde Mac-Geräte an.

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