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Apple will sicherer werden

14.05.2009 | 12:50 Uhr |

Apple hat einen neuen Sicherheitsexperten eingestellt. Zuvor war Ivan Krstic unter anderem für die Sicherheit des "OLPC", dem Dritte-Welt-Laptop, zuständig. Krstic hat eine eigene Sicherheitsphilosophie.

Ivan Krstic
Vergrößern Ivan Krstic

Ivan Krstic soll Apples Sicherheitsteam unterstützen. Der gebürtige Kroate studierte an der Harvard-Universität und galt bereits mit Anfang 20 als wichtiger Sicherheitsexperte. Das Magazin "eWeek" ernannte ihn zu einem der einflussreichsten Sicherheitsexperten. Während seines Studiums nahm er sich mehrfach Auszeiten. Mal um die Software von Facebook weiter zu entwickeln, mal um die IT in Zagrebs Krankenhaus neu aufzubauen. Der wichtigste Grund für seine Bekanntheit in der Branche ist Krstics Arbeit an dem OLPC-Projekt, besser bekannt als 100-Dollar-Laptop. Hier entwickelte er ein eigenes Sicherheitskonzept, "Bitfrost". Dieses stellt mehrere neuartige Anforderungen an die Systemsicherheit:

  • Ein System soll auch sicher sein, wenn sicherheitsrelevante Funktionen nicht hinter Passwörtern abgesperrt sind.

  • : Passwörter und Logins müssen immer verschlüsselt übertragen werden. MAC-Adressen von Netzwerkgeräten eignen sich nicht zu Identifizierung.

  • Geräte (hier der OLPC) sollen schon beim Auspacken sicher sein, nicht erst dann, wenn der Nutzer Sicherheitsupdates heruntergeladen hat.

  • Zentraler Speicher für Backups soll totalen Datenverlust verhindern.

Mehr Sicherheit

Krstic hat am 11. Mai seine Arbeit bei Apple aufgenommen. Gerüchteblogs spekulieren darüber, ob Krstic bei Apple an einem Netbook arbeiten könnte. Dies erscheint unwahrscheinlich. Krstic ist Sicherheitsexperte, kein Netbook-Entwickler. Laut eigener Aussage soll er bei Apple an der "Core Security" arbeiten, der grundsätzlichen Sicherheit. Auch wenn Macs gemeinhin als sicher gelten, tauchen dennoch immer wieder kritische Sicherheitslücken auf. Zuletzt musste das Unternehmen mehrere Lücken in Safari stopfen . Das Update auf 10.5.7 schließt ebenfalls mehrere Sicherheitslücken.

Mit Ivan Krstic zusammen Die Arbeit bei Apple nennt Krstic "mein neues Abenteuer". In seinem Blog schreibt er: "Heute war mein erster Tag und ich könnte nicht aufgeregter sein".

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