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iPhone 5: Lightning-Anschluss analysiert

26.09.2012 | 10:35 Uhr |

Mit dem iPhone 5 bringt Apple einen komplett neuen Anschluss. Der Technik-Blogger Rainer Brockerhoff hat den Lightning-Port vorab analysiert. Wenn er Recht behält steht dem Anschluss eine lange Zukunft bevor

Was steckt hinter Lightning? Diese Frage stellte sich der Technik Blogger Rainer Brockerhoff und hat die bislang bekannten Fakten auf eindrucksvolle Weise analysiert. Apple behauptet, der neue iPhone Anschluss sei "voll digital"  und "adaptiv". Letzteres bedeutet nichts weniger, als dass alle acht - oder zumindest die meisten - zur Verfügung stehenden Pins nach Belieben programmiert werden können. Sie können entweder zur Datenübertragung oder zur Spannungsversorgung dienen, und das in beiden Richtungen. Was welcher Pin nun genau macht, hängt vom angeschlossenen Kabel ab. Was uns Apple bislang bestätigt hat: Im Lightning-Stecker des Kabels steckt aktive Elektronik. Schon direkt nach dem Einstecken kommuniziert also der Chip im Stecker mit dem iPhone und teilt ihm mit, was er kann, bzw. welches Gerät angeschlossen ist. Ist es ein simples Ladekabel oder ein Übertragungskabel zum Computer oder ein Adapter für analoges Audio? Das entscheidet das iPhone selbst anhand der Kommunikation mit dem Lightning-Stecker.

Durch Brockerhoffs Analyse erübrigt sich auch die Frage: "ist Lightning nun USB 2 oder USB 3?" Theoretisch könnte der Lightning-Port beides, es hängt lediglich von der aktiven Elektronik im Stecker ab. Ein USB-3-Lightning-Kabel wäre also durchaus denkbar. Allerdings stellt sich hier die Frage nach dem Sinn, denn es ist bislang offen, ob die A6-CPU und der interne Flash-Speicher im iPhone 5 überhaupt schnell genug sind, um USB-3-Geschwindigkeit nutzen zu können.

Das grundlegende Konzept, das hinter Lighting steckt, bedeutet jedoch vor allem eines: Es ist weitgehend zukunftssicher! Was immer man für Anschlüsse in der Zukunft brauchen kann, mit dem passenden Lightning-Kabel samt aktiver Elektronik im Stecker ließe es sich realisieren. Die Kehrseite ist jedoch: Ein-Euro-Billig-Kabel wird es für das iPhone 5 sicher nie geben. Die aktive Elektronik im Stecker ist zwingend vorgeschrieben und man kann davon ausgehen, dass Apple den Daumen draufhält oder zumindest Lizenzgebühren von Drittherstellern verlangen wird.

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