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Neues Angriffsziel für iPod

05.10.2004 | 12:18 Uhr |

Angeblich arbeitet Apple an einem MP3-Player mit Flash-Speicher, wir werfen einen Blick auf dieses hart umkämpfte Marktsegment.

Erste Gerüchte kursieren im Internet, Apple würde vor Weihnachten zusätzlich zu seinen iPods mit Festplatten zwischen 4 GB und 40 GB Kapazität einen MP3-Player mit kostengünstigerem Flash-Speicher auf den Markt bringen. Wie immer sind solche Gerüchte mit Vorsicht aufzunehmen - sicher ist nur, dass Apple die Erfolgsmodelle weiter entwickelt: Einer kürzlich erschienenen Stellenanzeige zufolge sucht Apples iPod-Abteilung gerade einen Entwicklungsingenieur der sich mit Radiotechnik auskennt.

Mit dem iPod Mini greift Apple seit diesem Jahr das Marktsegment der hochwertigen Flash-Player an, die kaum weniger Kosten als einer der bunten Minis. Wichtigstes Argument für Flash-MP3-Player ist aktuell der Preis. Schließlich will nicht jeder will 250 Euro für den Walkman-Ersatz ausgeben, für Mac-Anwender gibt es für wenig Geld Dutzende an Alternativen.

Kompatibel oder nicht kompatibel

Nicht immer erfährt man vom Hersteller, ob ein Gerät auch mit dem Mac kompatibel ist. Ausnahmen sind Firmen wie iRiver, Rio und Mpio. Ob ein MP3-Player mit dem eigenen Mac kompatibel ist, weiß man aber leider oft erst nach dem ersten Anschließen. Mountet er sich als Wechselspeichermedium, kann man ihn zumindest "per Hand" mit MP3s füllen, was natürlich nicht sehr bequem ist. So erkennt der Mac nach Anwenderberichten die weit verbreiteten MP3-Player des Typs Muvo von Creative problemlos, dank der USB-2-Schnittstelle sind die Muvos ebenso rasch mit MP3s gefüllt wie der iPod. Updates wie eine neue Firmware kann man aber nicht per Mac aufspielen. Dafür sind ältere Modelle des Muvo bei Internetversendern bereits für knapp 50 Euro zu haben.

Nur noch mit Virtual PC bringt man die Geräte zum Laufen, die auf eine PC-Software angewiesen sind. Bei fast allen Flash-Geräten von Sony ist dies etwa der Fall. Weit bequemer ist der Datenabgleich mit iTunes. Einige Hersteller bieten dazu spezielle iTunes-Plug-ins an.

Aber auch diese Plug-ins sind keine Gewähr für die Funktion. Probleme am Mac machte auch das Gerät iRiver IFP1090 (ab 260 Euro), das wir für die am Mittwoch am Kiosk liegende Macwelt 11/2004 getestet haben, das uns trotz beiliegender Mac-Software nicht wirklich überzeugen konnte - Note 3,2. Der Hersteller Philips bietet auf seiner Website ein iTunes-Plug-in für Mac-OS X 10.3 an, offiziell ist aber keiner der MP3-Player des niederländischen Konzerns Mac-kompatibel.

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