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Neues Special: Fünf Jahre iCloud

14.10.2016 | 14:01 Uhr |

Vor fünf Jahren startete der Synchronisierung-Dienst von Apple iCloud. Mittlerweile zählt der Dienst 50 Bereiche.

An Apples iCloud kommt man als Mac-Anwender praktisch nicht mehr vorbei. Vor allem dann nicht, wenn man neben einem Desktop noch ein mobiles Gerät besitzt, egal ob Notebook, Smartphone oder Tablet. Mit dem Nachfolger von Mobile Me ging Apple im Oktober vor fünf Jahren an den Start, Steve Jobs hatte den Service auf der WWDC im Juni 2011 noch vorgestellt, seine Inbetriebnahme aber nicht mehr erlebt.

Die Strategie dürfte aber damals schon fest gestanden haben: iCloud ist weit mehr als ein Synchronisationsdienst für Mails, Kalenderdaten, Fotos und dergleichen, sondern das Scharnier zwischen den Systemwelten des Mac und der Geräte der Post-PC-Ära. Für Apple sind die in der Cloud angebotenen Dienste mittlerweile ein wesentlicher Umsatzgenerator, auch weil der für jede Apple ID kostenlose Speicherplatz von 5 GB geradezu mickrig ist und die Miete zusätzlichen Speichers geradezu obligatorisch. Während aber Mobile Me drei Jahre vor der iCloud mit massiven Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte und eigentlich nie daraus erwuchs, hat Apple in den letzten Jahren seine Infrastruktur massiv ausgebaut und zumindest für Privatanwender einen hoch zuverlässigen Dienst geschaffen – diverse Ausnahmen bestätigen immer wieder die Regel.

Die Reise von iCloud geht aber weiter, was nicht nur Apples Investitionen in Rechenzentrum und Manpower beweist. Das ehemalige Scharnier zwischen iOS und macOS wird für sich genommen immer wichtiger, das jüngste Update auf macOS Sierra hat aus dem Mac-Betriebssystem schon fast eines aus der Cloud gemacht. Apple Music ist ohne Cloud nicht denkbar, umgekehrt besteht für Abonennten digitaler Inhalte schon fast kein Grund mehr, Songs, Filme und Bücher lokal zu speichern. Die iCloud-Fotomediathek funktioniert nun auch endlich so, wie man sich das vorstellt, ausreichend Speicher vorausgesetzt, muss man sich schon fast keine Gedanken machen, wie man die Daten schützt, um seine Erinnerungen sicher zu bewahren. Selbst Software wie Pages oder Numbers benötigt Mac, iPhone und iPad an sich nur noch als Zugangsgerät, Dokumente lassen sich von überall bearbeiten und mittlerweile auch von jedem Berechtigten.

Nicht jedem ist jedoch wohl dabei, wenn Daten und Software auf Servern von anderen Leuten liegen, noch dazu in anderen Ländern. Wer die Bequemlichkeit der Clouddienste im Allgemeinen und der von Apple im Speziellen nutzen will, muss letztlich dem Anbieter hinsichtlich seiner Versprechen zu Sicherheit und Datenschutz glauben. Für kritische Anwendungen mag dieses Vertrauen nicht ausreichen, weshalb in diesen Fällen dann nur der eigene Server als Cloud übrig bleibt. Denn das ist schlicht auch eine Erkenntnis: Es gibt keine Cloud - nur die Computer von anderen. Im Falle der iCloud heißt der andere Apple.

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