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Apple verrät: iPad Air 2 und Mini Retina mit Touch-ID

15.10.2014 | 17:00 Uhr |

Vor der Keynote haben wir die aktuellsten Gerüchte und unsere Wünsche an die kommende iPad-Generation gesammelt. So wird das nächste iPad noch besser.

Durch eine kleine Panne wissen wir jetzt schon, dass Apple heute ein iPad Air 2 und ein iPad Mini 3 - jeweils mit Touch-ID vorstellen wird. Denn Apple hatte kurzzeitig den "iPad User Guide for iOS 8.1" in den iBook Store eingestellt und dort waren Bilder der neuen Geräte enthalten. Mark Gurman von 9to5mac hat das iBook als erster entdeckt und Screenshots der entsprechenden Stellen gemacht. Kurze Zeit später nimmt Apple das eBook wieder offline, zu spät.

Dank Apples eigener Anleitung für iOS 8.1 wissen wir: Das iPad AIr und das iPad Mini erhalten Touch-ID.
Vergrößern Dank Apples eigener Anleitung für iOS 8.1 wissen wir: Das iPad AIr und das iPad Mini erhalten Touch-ID.
© 9to5mac

Die Bilder verraten auch, das sich die grundsätzliche Form der iPads nicht verändern wird. Das iPad Air 2 wird jedoch laut Apple selbst eine weitere neue Funktion erhalten: Der Burst-Modus für schnelle Fotosequenzen wird vom iPhone in das iPad Air 2 wandern.

Weitere Änderungen, die wir für heute Abend erwarten:

Superflaches Gehäuse

Mit dem iPad Air und dem iPhone 6 hat Apple es gezeigt, dass sich ein möglichst flaches Gehäuse sehr positiv auf die Handhabung auswirkt. Zum Redaktionsschluss gibt es noch keine direkten Beweise, dass das kommende iPad noch dünner wird, doch die Hüllenhersteller sind sich bereits sicher, dass das kommende iPad noch etwas dünner wird als das iPad Air und produzieren bereits entsprechende Schutzhüllen.

Auf der IFA zeigten erste Hersteller bereits die ersten Hüllen für das kommende iPad. Demnach wird es noch dünner, denn das iPad Air (im Bild) passt nicht ganz hinein.
Vergrößern Auf der IFA zeigten erste Hersteller bereits die ersten Hüllen für das kommende iPad. Demnach wird es noch dünner, denn das iPad Air (im Bild) passt nicht ganz hinein.

Apple kann dies schaffen, da sie es Jahr für Jahr erreichen, dass die Hardware ein wenig effizienter wird. Prozessor und andere Kernkomponenten werden von Apple darauf getrimmt, bei ähnlichem Stromverbrauch mehr Leistung zu bringen. Das iPhone 6 erreicht trotz des schnelleren Prozessors und größeren Bildschirms eine längere Akkulaufzeit als das iPhone 5S – obwohl der Akku nur geringfügig stärker geworden ist. Dieser Fortschritt könnte auch beim iPad ein wenig Spielraum für ein noch schlankeres Gehäuse schaffen. Schon das iPad Air konnte nur deshalb so dünn werden, weil Apple dort dank sparsamerer Technik einen wesentlich kleineren Akku verbaut als noch beim iPad 3 und 4. Das Teile wie das Displaypanel ebenfalls immer flacher werden, hilft Apple zusätzlich.

Effizientere Technik erlaubt kleinere Akkus, hier beim iPad Air zu sehen.
Vergrößern Effizientere Technik erlaubt kleinere Akkus, hier beim iPad Air zu sehen.
© iFixit.com

Mehr Rechenpower

Am Anfang der iPad-Geschichte war Apples Tablet der hausinterne Vorreiter in Sachen mobiler Rechenpower. Mit dem iPad 1 und 2 hatte Apple zuerst dem Tablet den neusten, schnellsten Prozessor verpasst, erst dann wanderte dieser Chip auch in das iPhone. Seit dem iPad 3 hat sich dies gedreht. Nun trägt das iPad die iPhone-Prozessoren auf. Dies ist jedoch keinesfalls ein Makel, denn immerhin spendiert Apple den iPad-Prozessoren traditionell eine höhere Taktrate, was sich durch einen spürbaren Geschwindigkeitsschub bemerkbar macht.

Angeblicher Leak der angeblichen iPad-Platine.
Vergrößern Angeblicher Leak der angeblichen iPad-Platine.
© apple.club.tw

So wird auch das nächste iPad wieder einen Schub erhalten. Wie dieser exakt aussieht, ist bisher sehr vage. Der aktuelle A8-Prozessor auf dem iPhone mit leicht höherem Takt würde jedoch bereits spürbaren Fortschritt bringen und dabei den Stromverbrauch moderat halten. Laut letzten Gerüchten soll der Prozessor im iPad Air dann A8X heißen. Diesen X-Zusatz für die iPad-Versionen der CPUs hatte Apple zuletzt beim iPad 4 verwendet.

Zusätzlich versprechen Gerüchte, dass das nächste iPad Air doppelt so viel Arbeitsspeicher bekommen soll als bisher. Damit hätte das kommende iPad Air zwei statt einem Gigabyte Arbeitsspeicher. Seit Apple den Chipentwickler PA Semi kaufte (2008), ist das Unternehmen bei Prozessoren für mobile Geräte ganz vorne mit dabei und erreicht mit niedrigerer Taktrate und weniger Kernen oft bessere Ergebnisse als die Konkurrenz, die Prozessoren von der Stange bei Zulieferern kaufen muss.

Touch ID

Eine der besten Apple-Neuheiten der letzten Jahre. Denn der Fingerabdruck lässt sich nicht wie der Passcode oder ein Passwort über die Schulter "abschauen" und kann nicht vergessen werden. Apple Touch-ID sollte auch in das iPad Einzug halten . Denn Touch-ID ist nicht nur ein Gag, es ist endlich das Ende aller Ausreden der Nutzer, die keine Lust haben, jedes Mal einen Code einzugeben, wenn sie zum iPad greifen. Touch-ID macht das Entsperren beinahe unmerklich.

Der Fingerabdrucksensor ist eine tolle Ergänzung zu iOS und würde auch dem iPad guttun.
Vergrößern Der Fingerabdrucksensor ist eine tolle Ergänzung zu iOS und würde auch dem iPad guttun.

Dies ist zwar ein wichtiger, aber nicht der einzige tolle Aspekt an dem Fingerabdrucksensor, denn seit iOS 8 erlaubt Apple es App-Entwicklern, den Fingerabdruck des Nutzers als Passwort-Ersatz zu verwenden. Auch hier ist dieser Anwendungszweck einfacher und komfortabler als ein Passwort. Zur Sicherheit gibt Apple die Fingerabdruckdaten nicht an andere weiter, sie werden sogar nur verschlüsselt auf dem iPad gespeichert.

Apple Pay für das iPad?

© 2015

Apples neues Bezahlsystem – von dem in Europa noch nichts zu sehen ist – war eine der wichtigsten Apple-Ankündigungen in letzter Zeit. Die nötigen Säulen für das sichere Bezahlen sind NFC-fähige Kassen, eine bestehende Kooperation mit Apple und ein NFC-Chip im iOS-Gerät. Ob Apple NFC in das nächste iPad einbauen wird, ist noch völlig offen. Da Apple Pay jedoch eine Internetverbindung voraussetzt, könnte dies das Ausschlusskriterium werden. Apple will traditionell keine Funktionen integrieren, die nur ein Teil der Nutzer tatsächlich verwenden kann, in diesem Fall Besitzer eines iPad Cellular mit Mobilfunk.

Besserer Bildschirm

Das iPad ist dank Filmen, Büchern und Spielen ein toller Unterhalter. Dabei kommt es vor allem auf den Bildschirm an. Je besser die technischen Eckdaten des Displays sind, desto besser kommen unsere Inhalte zur Geltung. Das iPad war hier immer schon eines der besten Tablets auf dem Markt und doch ist das iPhone wieder einmal daran vorbei gezogen. Der Bildschirm des iPhone 6 ist heller, kontrastreicher und hat den besseren Farbumfang. Ein Grund dafür ist die neue Technik "Dual-Domain-Pixel". Bei den neuen iPhone-Bildschirmen sind die Subpixel für die einzelnen Grundfarben (RGB) nicht mehr parallel zueinander, sondern angewinkelt angeordnet. Dies sorgt unter anderem dafür, dass der Blickwinkel größer wird.

Die neue Pixelanordnung beim iPhone sorgt für einen größeren Blickwinkel.
Vergrößern Die neue Pixelanordnung beim iPhone sorgt für einen größeren Blickwinkel.

Beim iPhone 6 nutzt Apple zudem ein neues Displayglas (Gorilla Glas 3), welches es noch widerstandsfähiger gegen Kratzer macht. Auch dies ist eine Neuerung, die wir gerne beim iPad sähen, dessen großes Frontglas besonders viel Angriffsfläche bietet.

iPad Pro?

Seit über einem Jahr kursieren Gerüchte und vor allem wilde Spekulationen über ein iPad mit einem Bildschirm mit 12 oder 13 Zoll Diagonale. Börsenanalysten hoffen, dass sich der inzwischende abschwächende Tablet-Boom durch Unternehmensanwendungen und professionelle Tabletnutzer wieder erholen wird. Konkretes ist zu dem vermeintlichen XL-iPad aber noch nicht zu hören oder zu sehen.

Fazit

Auch wenn das iPad Air schon ein tolles Gesamtpaket ist, es bleiben immer noch Punkte, die Apple noch weiter verbessern könnte. Das iPhone 6 zeigt mit seinem besseren Bildschirm und mehr Akkulaufzeit bei dünnerem Gehäuse, dass effizientere Hardware einen echten Nutzen bringen kann. Davon wird auch das kommende iPad profitieren.

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