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Apple nutzt offenbar eigenes Prozessordesign im iPhone 5

17.09.2012 | 10:56 Uhr |

Traditionell verzichtet Apple bei der Vorstellung neuer Geräte auf detaillierte Benchmarks und andere technische Details wie CPU-Architektur oder GPU und verweist lieber auf beeindruckende konkrete Geschwindigkeitszunahmen etwa beim Sichern eines Bildes.

So auch bei der letzten Keynote in London, auf der das neueste Apple-Smartphone vorgestellt wurde und Phil Schiller mitteilte, dass das iPhone 5 einen neuen Prozessor A6 SoC (System on a Chip) nutze. Was genau da drin steckt, verriet Apple aber nicht. Der Blog Anandtech will herausgefunden haben, dass Apple hier tatsächlich ein eigenes Design entwickelt hat. Der Chip arbeite mit einer Taktrate von 1066 MHz und beruhe nicht auf einer übertakteten Version des 32 nM A5r2, wie er im aktuellen iPad zum Einsatz kommt. Auch andere Spekulationen über bekannte ARM-Chips hätten sich nicht bestätigt. Vielmehr, so Anandtech, nutzt Apple im A6 eine eigene Variante des ARMv7, ausgewiesen mit dem Zusatz ARMv7s, wie es unter anderem aus den Spezifikationen für die zulässigen Prozessor-Architekturen aus dem Entwicklertool Xcode 4.5 hervorgeht. Die Zusammenarbeit des A6 beschränkt sich auf iOS 6 (und höher). Apple verspricht mit dem neuen System nicht nur eine doppelt so hohe Geschwindigkeit des iPhones 5, sondern auch eine längere Akkulaufzeit. Dies ist offensichtlich den Optimierungen des Apple-Teams selbst zu verdanken. Ausführliche Darstellungen zu diesem Thema finden sich auf dem Blog in englischer Sprache. Darüber hinaus dürfte Apple auch eine schnellere GPU (Grafikchip) im iPhone 5 zum Einsatz bringen.
 
Info: Anandtech

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