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Das neue iPhone 4S

04.10.2011 | 22:15 Uhr |

Es ist zwar kein iPhone 5 geworden, aber außer dem grundlegenden Design hat sich beim iPhone 4S einiges verändert. Hier sind die Neuerungen.

iPhone4S
© Apple

Apple hat sich mit der neuen iPhone-Generation mehr Zeit gelassen als sonst. Dieses Jahr hat das Unternehmen den Sommer-Zyklus durchbrochen und bis zum Herbst mit der neuen Generation gewartet. Dafür ist Apple im wichtigen Weihnachtsgeschäft besonders breit aufgestellt. Erstmals werden drei iPhone-Versionen parallel verkauft. So gibt es weiterhin das iPhone 4 als Version mit veringertem Speicher von acht Gigabyte und sogar das iPhone 3GS bleibt weiter als Einstiegsmodell im Programm, für Vertragskunden ohne Zuzahlung, ohne Vertrag für 370 Euro.

Mehr Power

Obwohl das iPhone 4S auf den ersten Blick unverändert ist, haben sich die inneren Werte relativ stark verändert. So hat das iPhone jetzt die gleiche Rechenkraft wie das iPad 2: Einen Apple A5-Prozessor mit zwei Rechenkernen und einen wesentlich schnelleren Grafikprozessor. Die genaue Taktrate der CPU ist noch unbekannt, vielleicht hat Apple die Leistung hier im Vergleich zum iPad erneut ein wenig gedrosselt. Es soll jedoch doppelt so schnell sein wie das iPhone 4. Die Grafikleistung hat sich angeblich sogar um den Faktor sieben verbessert.

Dies wird sich vor allem bei Spielen bemerkbar machen. Diese werden von der neuen Rechenleistung besonders profitieren. Der Grafikchip im iPhone 4 stammt schließlich noch aus dem Vorgänger iPhone 3GS. Von der höheren Rechenleistung profitiert der Nutzer aber ständig. Es dürfte sich positiv auf Ladezeiten, Surfen und fast alle weiteren Anwendungen auswirken. Beim Akku hat sich ein wenig verändert. Die Sprechdauer unter UMTS hat sich von 7 auf 8 Stunden verlängert, die Sprechzeit unter GSM bleibt bei 14 Stunden und die Standbyzeit verringert sich allerdings von theoretisch 300 auf 200 Stunden.

iPhone als zuhörender Butler

Siri soll das iPhone zum hörigen Butler machen.
Vergrößern Siri soll das iPhone zum hörigen Butler machen.

Die größte Neuerung ist "Siri". Dies ist der Name des "persönlichen Assistenten". Dieser soll Sprachbefehle unterschiedlichster Art verstehen und verarbeiten. Dabei erfasst Siri den Kontext und findet die richtige Antwort – in der Theorie. Die Technik hierfür hat Apple mit dem gleichnamigen Unternehmen im Jahr 2010 aufgekauft und offenbar weiter entwickelt. So kann man das iPhone fragen "Wo ist das nächste italienische Restaurant", "Erinnere mich morgen, wenn ich die Arbeit verlasse", Wecke mich um sieben" oder "Definiere Speläologie".

Siri funktioniert mit den eingebauten Anwendungen wie dem Kalender, Maps, Erinnerungen, SMS und weiteren. Dies eröffnet dem Nutzer in der Theorie etliche Möglichkeiten und macht das iPhone – sofern alles zuverlässig funktioniert – zu einem noch vielseitigeren Alltagshelfer. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das iPhone 4S den Nutzer auch zuverlässig versteht. Zu Beginn wird Siri Deutsch, Französisch und Englisch verstehen. Ob aber auch Schweizer oder Vorarlberger Nutzer Spaß an Siri haben, muss sich in der Praxis dialektbedingt erst noch zeigen.

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