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Warum wir uns auf Lion freuen: Versions

14.07.2011 | 06:46 Uhr |

Seit Apple in Mac-OS X 10.5 Leopard mit Time Machine eine einfache Backup-Möglichkeit eingeführt hat, sollte Datenverlust kaum noch ein Thema sein. Lion treibt die Datensicherheit auf die Spitze und bringt mit Versions eine Versionierung - quasi Time Machine auf Dokumentenebene.

Manche Programme - auch solche, die es schon seit Jahrzehnten für den Mac gibt - lassen den erfahrenen Anwender spätestens alle paar Minuten die Tastenkombination "Befehl-S" drücken. Die typische Handbewegung prägt man sich spätestens dann ein, wenn man wegen eines Programmabsturzes die Arbeit von Stunden verloren hat.

Versions: Versionskontrolle auf dem Mac
Vergrößern Versions: Versionskontrolle auf dem Mac

Wer nun aber seine Tabellenkalkulation oder die Textarbeit auf das iPad verlegt hatte, wunderte sich erst einmal, nicht ständig zwischenspeichern zu müssen und freute sich dann nur noch über die Bequemlichkeit des automatischen Zwischenspeicherns. Selbstverständlich war das eine der Hauptfunktionen, die Apple "Back to the Mac" nimmt. Doch mit der in Lion genannten automatischen Speicherung kommt sogar eine Versionierung hinzu, die nicht zu unrecht an das Backupsystem Time Machine erinnert.

Software, die auf OS X Lion angepasst ist, kann unter dem neuen System automatisch alle an einem Dokument vorgenommenen Änderungen speichern - der magische Griff "Befehlstaste- S" wird so überflüssig. Dabei werden aber nur die geänderten Teile, nicht jedoch die kompletten Dateien gesichert - um Platz zu sparen. Alle automatisch gespeicherten Versionen lassen sich zudem durchsuchen, um einen früheren Zustand des Dokuments wiederherzustellen. Beim Durchsuchen der Versionen verwendet Lion eine an Time Machine angelehnte Bedienung. Außerdem lässt sich ein Dokument direkt in der Anwendung schützen, damit es nicht mehr geändert wird. Das System aktiviert den Schutz außerdem automatisch, wenn man ein Dokument länger nicht mehr geöffnet und bearbeitet hat. Den Zeitraum bestimmt man über die Systemeinstellungen.

Unter Snow Leopard lässt sich Time Machine schon für die Versionierung nutzen nur sichert die Systemkomponente nur einmal in der Stunde und auch nur gespeicherte Dateien - die Gefahr des Datenverlusts besteht also weiterhin. Mit Versions hält nun endlich Time Machine auf Dateieebene in das Mac-Betriebssystem Einzug, ein weiterer Grund, sich auf Lion zu freuen. Und wenn Dritthersteller - insbesondere die seit Jahrzehnten mit Mac-Software befassten - ihre Programme kompatibel zu Versions machen, ist die Freude umso größer.

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