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Neues paneuropäisches Glasfasernetz

24.07.2006 | 13:54 Uhr

Die asiatische Global Voice Group nimmt mit euNetworks ein neues paneuropäisches Netzwerk in Betrieb.

Dark Fiber, Point of Presence, Gigabit/s- beziehungsweise Terabit/s-Geschwindigkeiten - nein, wir schreiben nicht das Jahr 2000, als auf der Höhe des Internet-Hypes neue Netzbetreiber mit diesen Schlagworten wie die Pilze aus dem Boden geschossen sind. Vielmehr wagt sich fünf Jahre nach dem Platzen der New-Economy-Blase nun mit der Global Voice Group Ltd. (GVG) aus Singapur ein neuer Netzbetreiber in Europa an den Start. Mit ihrer europäischen Tochter euNetworks betreiben die Asiaten in Europa 14 vermaschte Metro-Netze sowie einen 6.800 Kilometer langes Glasfasernetz, das Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Großbritannien sowie die Schweiz abdeckt.

Eines unterscheidet das Unternehmen allerdings von den Glasfaser-Carriern des Internet-Booms: Nach eigenen Angaben sind die Asiaten schuldenfrei und damit relativ frei in der Gestaltung ihrer Preise. Zudem haben sie ihre Infrastruktur nicht für teures Geld selbst aufgebaut, sondern durch Zukäufe erlangt. So übernahm Global Voice im letzten Jahr den bankrotten Carrier Metromedia Fiber Network. Das europäische Glasfaser-Backbone stammt aus einem Deal mit dem Netzbetreiber Viatel Holding, Bermuda, dessen halbe Infrastruktur GVG im Februar dieses Jahres dazukaufte.

Mit seinem Angebot will sich euNetworks sowohl als Carrier´s Carrier positionieren, aber auch Wiederverkäufer und Corporate-Kunden direkt adressieren. Verbindungen auf Layer-1-Ebene vermietet das Unternehmen mit Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren. Auf der Netzschicht 2 verhält sich das Unternehmen neutral und bevorzugt keine Technik. Der Kunde kann also beispielsweise zwischen 10 Gigabit Ethernet, Gigabit Ethernet oder klassischen STM -Diensten wählen. (hi)

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