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Neues vom Druckermarkt

11.05.2007 | 12:12 Uhr

Epson: Verbesserte Piezo-Technologie macht Tintenstrahl-Druckköpfe kleiner und schneller +++ Multifunktions-Drucker von Oki +++ 3D-Drucker für zu Hause +++ Drahtlos drucken mit Lexmark-Modellen +++ Multifunktionsdrucker von Lexmark +++ Bis zu 38 A4-Seiten pro Minute funken +++ Sagem kündigt neuen Agfa-Drucker an +++ Tecco Print für farbechte RGB-Bilder

Neue Laserdrucker von Hewlett-Packard zur Cebit
Vergrößern Neue Laserdrucker von Hewlett-Packard zur Cebit

Epson: Verbesserte Piezo-Technologie macht Tintenstrahl-Druckköpfe kleiner und schneller

Epson ist nach eigenen Angaben die Entwicklung eines "Piezo"-Kristalls gelungen, bei dem die notwendige Elementdicke um mehr als 35% verringert werden konnte.

Epson ist nach eigenen Angaben die Entwicklung eines "Piezo"-Kristalls gelungen, bei dem die notwendige Elementdicke um mehr als 35% verringert werden konnte. Dadurch seien deutlich kompaktere und schnellere Tintenstrahl-Druckköpfe möglich. Pro Inch können statt 180 nun 360 Düsen verbaut werden und die neue Generation des Piezokopfes soll sich außerdem durch eine größere Verformbarkeit des Piezo-Elements auszeichnen. Die höhere Flexibilität des Materials geht einher mit einer kürzeren Reaktionszeit auf die elektrischen Impulse - die Druckgeschwindigkeit steigt. Außerdem brauche das neue Piezo-Element weniger Platz als bisher, so der Hersteller.

Piezoeffekt

Bei bestimmten Kristallen treten bei Verformung Spannungen an den Oberflächen auf (Beispiel: Gasfeuerzeug). Legt man an solche Materialien eine externe Spannung an, verformen sie sich. Epson nutzt diesen Effekt, um Tinte aus den Düsen zu pressen. Durch das Variieren der Spannung an den Piezo-Kristallen entstehen unterschiedlich große Tröpfchen.

Die Piezo-Druckköpfe der nächsten Generation werden nach Angaben des Herstellers seit April in Serie produziert. (bb)

Multifunktions-Drucker von Oki

Oki hat eine neue Serie von Multifunktionsdruckern angekündigt.

Die LED-Laserdrucker geben Dokumente mit einer Auflösung von 600 dpi in Schwarz-Weiß aus und verfügen über eine Kopier- und Scanfunktion. Die Druckgeschwindigkeit gibt Oki mit 17 Seiten pro Minute an. Die Geräte sind für einen monatlichen Papierausstoß von rund 7.500 Seiten konzipiert. Per USB-Schnittstelle druckt man Dokumente von einem Speicherstick aus.

Die beiden Modelle B2520 und B2540 können zusätzlich faxen und verfügen über eine Tastatur, um Dokumentnamen einzugeben. Mit dem B2540 ist es ebenfalls möglich, eingescannte Dokumente direkt per E-Mail zu versenden.

Nähere technische Details gab Oki noch nicht bekannt. Ab April 2007 liefert das Unternehmen die Modelle in den USA zu Preisen ab 250 US-Dollar (B2500) aus, ein Lieferdatum für Europa ist derzeit noch nicht bekannt.

Info: Oki

3D-Drucker für zu Hause

Ein amerikanisches Startup hat einen preiswerten 3D-Drucker für unter 1.000 US-Dollar angekündigt. Das Gerät soll in vier Jahren auf den Markt kommen, verspricht das Unternehmen.

Das Startup Desktop Factory will die 3D-Drucktechnik in Privathaushalte bringen. Mit einem Druckgerät soll es möglich sein, Plastikteile anzufertigen. Der 3D-Printer verwendet dabei Nylon-Pulver, das in mehreren Schichten von jeweils 0,25 Millimeter Dicke zu dem gewünschten Objekt geschmolzen wird. Allzu groß dürfen die Gegenstände allerdings nicht sein: Mit dem Druckverfahren sind Objekte bis zu einer Größe von 12,5 x 12,5 x 12,5 Zentimeter möglich. Design-Vorlagen für die Objekte lädt man in Standard-3D-Formaten herunter.

In vier Jahren soll ein 3D-Drucker weniger als 1.000 US-Dollar kosten, sagte Bill Gross, Chef der Mutterfirma Idealab. In diesem Jahr soll ein erstes Modell zu einem Preis von rund 5.000 Dollar in den Handel kommen.

Derzeit finden 3D-Drucker vor allem in der Auto- und Flugzeugbranche Verwendung, um neue Designs zu testen. Die Firma 3D Systems beispielsweise bietet Drucker an, deren Preise zwischen 10.000 und 100.000 Dollar liegen. Das Unternehmen geht allerdings nicht davon aus, dass 3D-Drucker in absehbarer Zeit von privaten Verbrauchern genutzt werden. "Bei unseren Produkten handelt es sich um hochwertige Geräte für die Industrie. Ich sehe aktuell keinen Bedarf bei Endkonsumenten nach diesen Systemen", sagte Schaeffel von 3D Systems.

Drahtlos drucken mit Lexmark-Modellen

Lexmark hat neue Tintenstrahldrucker vorgestellt: Zwei davon beherrschen von Hause aus das drahtlose Drucken.

Alle drei Modelle drucken mit einer maximalen Auflösung von 4.800 x 1.200 dpi. Die Druckgeschwindigkeit des X4550 beträgt bis zu 26 Schwarzweiß- oder 18 farbige Seiten pro Minute. Das Multifunktionsgerät verfügt gleichzeitig über einen Scanner, der Vorlagen mit einer Farbtiefe von 48 Bit (16 Bit Graustufen) einliest. Bis zu 17 Schwarzweiß- oder 11 Farbkopien fertigt das Gerät an.

Beim Multifunktionsgerät X3550 ist ein WLAN-Modul nicht standardmäßig eingebaut, man kann es aber optional dazukaufen. Die Druckgeschwindigkeit liegt hier bei 24 Schwarzweiß- oder 17 Farbseiten. Die Kopiergeschwindigkeit ist dieselbe wie beim X4550.

Der Farbdrucker Z1420 druckt maximal 24 Schwarzweiß- oder 18 Farbseiten pro Minute. Wie das Modell X4550 empfängt der Drucker Daten wahlweise über den WLAN-Standard 802.11 b/g.

Lexmark vertreibt die Drucker zu Preisen von 130 US-Dollar (X4550) sowie 80 US-Dollar (Z1420 und X3550). Preise und Verfügbarkeit für den deutschen Handel sind noch nicht bekannt.

Info: Lexmark

Multifunktionsdrucker von Lexmark

Zwei neue Multifunktionsdrucker hat Lexmark vorgestellt. Die Modelle bieten neben einem Farblaser-Druck Kopier- und Scanfunktionen.

Die Modelle drucken mit einer Auflösung von 1.200 x 600 dpi, die Druckgeschwindigkeit liegt bei maximal 31 Schwarzweiß- oder 8 Farbseiten pro Minute. Beide Drucker sind mit einem Arbeitsspeicher von 128 MB ausgestattet. Die Scanauflösung beträgt 1.200 x 1.200 ppi. Kopien werden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 21 A4-Seiten pro Minute erstellt.

Das Modell X500n verfügt über einen automatischen Dokumenteinzug für 35 Kopiervorlagen. Der Drucker X502n ist dagegen faxfähig.

Beide Modelle schließt man über eine Ethernet- oder USB-2.0-Schnittstelle an ein Netzwerk oder einen Rechner an. Lexmark vertreibt die Multifunktionsgeräte zu Preisen von 500 US-Dollar (X500n) und 700 US-Dollar (X502n). Preise für den deutschen Handel veröffentlichte das Unternehmen noch nicht.

Info: Lexmark

Bis zu 38 A4-Seiten pro Minute funken

Samsung hat mit dem ML-4050N einen Schwarzweiß-Laserdrucker fürs Büro vorgestellt. Das Modell druckt bis zu 38 A4-Seiten pro Minute, die maximale Druckauflösung liegt bei 1.200 x 1.200 dpi.

Aus dem Standby­-Modus heraus soll der Druck der ersten Seite rund 9 Sekunden Zeit in Anspruch nehmen. Nach Angaben von Samsung ist der Drucker auf eine Druckleistung von maximal 200.000 Seiten pro Monat ausgelegt.

Das Modell verfügt über einen 64 MB großen Speicher, einen 400 MHz schnellen Prozessor sowie eine Papierkassette mit einem Fassungsvermögen von 500 Blatt A4. Samsung hat das Gerät mit einer 10/100-Ethernet-, USB-2.0- sowie parallelen Schnittstelle ausgestattet. Alternativ steuert man das Modell drahtlos über den WLAN-Standard 802.11 b oder g an.

Der Laserdrucker ist kompatibel mit Mac-, Linux- sowie Windowssystemen. Optional erhältlich ist eine Duplex-Einheit für den doppelseitigen Druck, eine 40 GB Festplatte sowie ein größerer Speicher.

Der ML-4050N ist voraussichtlich ab April 2007 erhältlich, einen Preis nannte das Unternehmen noch nicht.

Info: Samsung

Sagem kündigt neuen Agfa-Drucker an

Sagem Communication hat einen neuen Fotodrucker unter der Marke Agfaphoto angekündigt.

Der Thermosublimations-Drucker AP2300 ist mit einem 2,4 Zoll großen LC-Display ausgestattet. Der Drucker besitzt eine Schnittstelle für Speicherkarten sowie USB 2.0. Bei einem Gewicht von 1,5 kg verfügt das Modell über Abmessungen von 140 x 200 x 83 mm.

Nähere technische Details veröffentlichte das Unternehmen nicht, auch zu Preis und Verfügbarkeit machte Sagem noch keine Angaben. Sagem hatte 2006 eine Lizenz erworben, die Marke Agfaphoto drei Jahre lang exklusiv für seine Fotodrucker zu verwenden.

Info: Sagem

Tecco Print für farbechte RGB-Bilder

Tecco Print hilft, RGB-Bilder möglichst farbecht auf Papier zu bringen. Im Starterkit für 149 Euro sind vierzehn Papier-Muster von Tecco und die Drucksoftware sowie die Druckerprofile.

Der Papierhersteller bietet ab sofort Version 1.7 der Druckersoftware Tecco Print an. Damit lassen sich RGB-Dateien relativ farbtreu auf den Papiersorten von Tecco ausdrucken - ohne die sonst übliche Einrichtung von Farbmanagementsoftware und Profilen.

Tecco Print kostet 149 Euro und wird mit einem Satz Papier im Format DIN A4 geliefert, unter anderem jeweils 3 Blatt der Sorten Tecco Canvas, Tecco Luster, Tecco Glossy Ultra White.

Tecco Print setzt mindestens Mac-OS X 10.3.9 und einen der folgenden Drucker voraus:

- Canon: W6400Pg, W8400P, iPF5000

- Epson: R800, R1800, SP2100, R2400, SP4000, SP4800, SP7600, SP9600, SP7800, SP9800

- HP: 9180 Photosmart, HP 30, HP 90, HP 120

Weitere Information und eine 14 Tage nutzbare Demo-Version gibt es über Tecco Print

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