965606

Neues von Leopard: Ordner freigeben und Einstellungen synchronisieren

05.03.2007 | 16:20 Uhr |

Die Geschichte wiederholt sich, allerdings erneut mit kleinen Änderungen. Ende letzter Woche hat Apple einen neuen Leopard-Build für die Entwickler der Developer Connection (ADC) herausgegeben und die ersten öffentlich zugänglichen Screenshots lassen trotz aller Verbote nicht lange auf sich warten.

Wieder fehlen die ganz großen Neuigkeiten - doch in den Details hat sich einmal mehr eine Menge getan: Etwa kann man bereits ahnen, was Apple mit .Mac vorhat.

Dieses Mal ist es die Gerüchteseite MacRumors.com, die die Neuigkeiten im aktuellen Leopard-Build 9A377a als Screenshots veröffentlicht hat. Sie betreffen vor allem .Mac, Spotlight, die Netzwerkfreigabe über Samba und Apples Automator.

.Mac synchronisiert Widgets und Einstellungen

Apples .Mac steht immer wieder in der Kritik, weil der Hersteller den kostenpflichtigen Dienst in Mac OS X und iLife verankert und beispielsweise einzelne Funktionen in der ebenfalls kostenpflichtigen iWeb-Software daran bindet. Vor allem fragen sich auch viele Anwender, wohin es mit Apples Angebot gehen soll, da doch viele Leistungen bereits anderweitig billiger oder sogar kostenlos zu bekommen sind. Die Leopard-Vorversion 9A377a mag eine erste Antwort auf diese Frage geben: .Mac wird mehr Daten zwischen verschiedenen Macs eines Anwenders synchronisieren können. Dazu werden der Aufbau des Docks gehören, der Inhalt der Notizzettel auf dem Schreibtisch und eine Reihe von Systemeinstellungen. Außerdem werden die Sync-Services zusammen mit .Mac auf Wunsch die Widgets im Dashboard zwischen mehreren Rechnern abgleichen.

Spotlight im iTunes-Look

Die blaue Seitenleiste aus iTunes, Mail und weiteren Apple-Anwendungen hat es nun auch in die Fensteransicht der Spotlight-Suche geschafft. Gefundene Dateien findet man darin als intelligente Ordner gekennzeichnet und sortiert. Ein weitere aufklappbarer Menüpunkt verzeichnet zuvor gespeicherte Sucheingaben, ein weiterer lässt den Anwender auf andere Rechner im Netzwerk zugreifen. Schließlich ist eine der Neuerungen von Leopard, die Steve Jobs bereits auf der WWDC 2006 gezeigt hat, die Netzwerk-weite Spotlight-Suche.

Samba mit Einschränkungen

Wer einmal versucht hat, einen Windows-Rechner mit seinem Mac zu verbinden, hat sich dabei vielleicht ein wenig mehr Flexibilität gewünscht. Denn bislang muss man beim Samba-Zugriff auf den Mac entweder einen neuen Mac OS X-Benutzer anlegen oder gleich das Administrator-Passwort herausrücken und ein ganzes Volume freigeben. Mit Leopard allerdings wird der Datenaustausch deutlich bequemer: Man kann über Samba auch einzelne Ordner freigeben, Apple hat dafür den entsprechenden Eintrag in den Sharing-Einstellungen neu gestaltet.

Mach das nach, wenn du kannst

Die Bedienung von Automator mag um einiges leichter sein als das Programmieren eines Apple-Scripts, dennoch weiß die Mehrzahl der Mac-Anwender nur wenig mit der Anwendung anzufangen. Eine neue Leopard-Technik mit Namen "Watch me do" könnte das ändern. Der Anwender bedient sie wie ein Aufnahmegerät: Einmal gestartet, beobachtet sie, welche Programme er ausführt und was er in ihnen anstellt. Danach versucht Automator, einen Ablauf von Aktionen daraus zu erstellen. Neben einem neuen Bildschirmschoner namens Shell mag Apple auch in den Tiefen des Systems einiges verändert haben. Doch auf Grund des derzeitigen Entwicklungsstandes sind sich die Entwickler in den Foren einig: Es sei unmöglich, dass Leopard bereits im März erscheine, schreibt ein anonymer Tester auf der französischen Seite MacGeneration . Es sei denn, Apple führe alle ADC-Entwickler hinters Licht und in Cupertino gebe es eine weit fortgeschrittenere Leopard-Version, die der Hersteller in einer Geheim-Abteilung "von Mönchen testen lasse".

0 Kommentare zu diesem Artikel
965606