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Neues von der Herbst-IDF

20.10.2006 | 13:12 Uhr

Es sei Intels Roadmap gewesen, die Apple überzeugt habe, den Prozessorwechsel zu wagen, hatte Steve Jobs im Juni 2005 die überraschende Wende begründet. Zweimal im Jahr lädt der Chip-Hersteller auf sein Entwickler-Forum IDF in San Francisco, um Einblicke in die Entwicklung zu geben. Wir haben die wichtigsten Neuheiten der Herbst-IDF zusammengefasst.

Intel Otellini Fall IDF 2006
Vergrößern Intel Otellini Fall IDF 2006

Robson beschleunigt Applikationen in Notebooks

Intel stellt auf dem Intel Developer Forum neue Details zur Robson-Technologie seiner nächsten Notebook-Plattform mit Code-Namen „Santa Rosa“ vor. Robson basiert auf NAND-Flash und wird über den PCI-Express-Bus eingebunden.

Während die letzten zehn Jahre die CPU-Performance um den Faktor 30 zugenommen hat, skalierte die Festplatten-Geschwindigkeit dagegen nur mäßig. Um Wartezeiten auf die Festplatte zu verkürzen und somit das Laden von Programmen zu beschleunigen, setzt Intel künftig die Robson-Technologie ein.

Robson soll bei Intels nächster Centrino-Generation „Santa Rosa“ schnellere Ladezeiten und einen geringeren Stromverbrauch ermöglichen. Die neue Centrino-Plattform wird im ersten Quartal 2007 erwartet. Die schnelleren Bootzeiten sowie die geringere Akkubelastung erreicht Intel durch die Verwendung von nonvolatilem Cache-Speicher in Form von NAND-Flash. Die Flash-Kapazitäten reichen von 64 MByte bis vier GByte.

Bus-Anbindung: Intels Robson-Modul wird über den PCI-Express-Bus angesprochen. Der Robson-Treiber verhindert Datenwirrwarr zwischen Festplatte und NAND-Flash-Speicher.
Vergrößern Bus-Anbindung: Intels Robson-Modul wird über den PCI-Express-Bus angesprochen. Der Robson-Treiber verhindert Datenwirrwarr zwischen Festplatte und NAND-Flash-Speicher.

Die Anbindung des NAND-Flash-Speichers erfolgt über den PCI-Express-Bus, wie Intel auf dem IDF mitteilt. Auf dem Robson-Modul befindet sich neben dem Cache ein zugehöriger Controller. Die Zusammenarbeit des Flash-Speichers mit der Festplatte realisiert Intel über einen Robson-Treiber. Bei Zugriffen erfolgt eine Interaktion des Robson-Treibers mit dem Intel-Matrix-Storage-Treiber.

Faktor 2: Die Robson-Technologie soll die Ladezeiten von Applikation deutlich verkürzen. Durch reduzierte Festplattenaktivitäten spart Robson zusätzlich 0,4 Watt.
Vergrößern Faktor 2: Die Robson-Technologie soll die Ladezeiten von Applikation deutlich verkürzen. Durch reduzierte Festplattenaktivitäten spart Robson zusätzlich 0,4 Watt.

Intels Robson-Technologie eignet sich für On-Board-Lösungen ebenso wie für optionale Mini-PCI-Karten. Dabei arbeitet die Robson-Technologie laut Intel mit jeder SATA-Festplatte zusammen. Die Robson-Technologie spart in einem Notebook durchschnittlich 0,4 Watt Energie. Diese Einsparung wird durch längere Ruhezeiten der Festplatte erreicht, obwohl der NAND-Speicher ebenfalls Energie benötigt.

Der NAND-Flash-Speicher sorgt laut Intel für eine zweifach höhere Performance beim Laden von Applikationen sowie beim Wiederherstellen des Betriebssystems nach einem Hibernate-Vorgang. Intel will die Robson-Technologie nicht nur in Notebooks, sondern auch in Desktop-PCs sowie Viiv-Geräten verwenden. ( tecCHANNEL /cvi)

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