Neues von der IFA
Apple ist zwar nicht auf der IFA vertreten, trotzdem gibt es auch für Mac-Anwender viele interessante Produkte. Wir stellen einige interessante neue Produkte und Trends vor.
Die Ifa ist wohl die bedeutendste deutsche Elektronikmesse, aus der Vielzahl der Produktankündigen stechen nach unserem Eindruck keine revolutionären neuen Technologien hervor. Einige Trends sind aber doch erkennbar.
Größer, flacher, aufwendiger
Fast schon Tradition ist bei der IFA die Präsentation der größten und teuersten LCD-Fernseher, sind doch Fernseher eines der wichtigsten Messethemen. Dieses Jahr war aber offenbar nicht mehr Gigantomanie das Thema sondern eine möglichst dünne Linie und ein besseres Bild. Schließlich sind größere Bildschirme als 40 Zoll selbst für riesige Wohnungen einfach zu groß.
Die Highlights der IFA
An die beleuchteten TFT-Fernseher mit Ambilight erinnert Philips neuer Lightframe-Monitor 220XW9. Der 22-Zöller in "Piano White" besitzt einen blau leuchtenden Rahmen. Dieses blaue Licht soll die visuellen Sinne stimulieren und Ermüdung vorbeugen. Die Reaktionszeit gibt Philips mit zwei Millisekunden an, den Kontrast mit 12000:1. Ab Dezember ist der Monitor verfügbar.
Canon hat zwei neue HD-Camcorder vorgestellt, die im Format AVCHD aufnehmen. Die Modelle HG20 und HG21 besitzen eine interne Festplatte, alternativ steht auch ein Speicherkartenslot zur Verfügung. Das in Schwarz und Silber verfügbar Modell HG20 besitzt eine 60 GB-Festplatte, der HG21 eine 120 GB-Festplatte. Neu bei beiden Modellen ist ein Aufzeichnungsmodus namens MXP, der eine Datenrate von 24 Mbps erreicht. Für 950 Euro ist der HG20, für 1399 Euro der HG21 ab Mitte September verfügbar.
Ein besonders ökologischer Drucker soll Epsons neuer EC-01 sein. Die Besonderheit des grauen, weil nicht lackierten Tintenstrahldruckers: Die Tintenpatronen können nicht ausgetauscht werden. Sind die Tintenvorräte verbraucht, die für üppige 8000 Seiten reichen sollen, gibt man den Drucker wieder beim Fachhändler ab. Man erhält 50 Euro erstattet und Epson recycelt den Drucker. Inklusive Pfand kostet der 4-Farb-Drucker 349 Euro, er soll nur im Fachhandel erhältlich sein.
64 GB Speicherkapazität kann der neue Transcend JetFlash V20 bieten. Der recht kleine USB-Speicherstift ist allerdings recht langsam. Beim Schreiben erzielt er magere 3 MB/s, beim Lesen gerade mal 10 MB/s. Ab September ist das Gerät in den beiden Farben Blau und Weiß für 199 Euro zu haben.
Von Divistar stammt der Pocket-Beamer, den Pearl ab sofort anbietet. Der 200 Gramm leichte Projektor soll einen Kontrast von 100:1 bieten, die Helligkeit des VGA-Beamers liegt allerdings bei äußerst niedrigen 10 Lumen. Für 170 Euro Einführungspreis ist das Gerät zu haben, die Lampe soll dank LED-Technik 20 000 Stunden halten.
Von King Rex stammt der Vollverstärker T20U, den Reson vorstellt. Per USB-Kabel schließt man einen Mac oder PC an das Gerät an, das automatisch als Ausgabegerät erkannt wird. Es dient als Verstärker für Lautsprecher und liefert 2 x 12 Watt. Vor allem für die Aufbesserung von hoch komprimierter Musik soll der 270 Euro teure Mini-Verstärker geeignet sein.
Bis zu 500 GB große SATA-Notebookfestplatten kann der Bildspeicher Seitec PS2 II aufnehmen. Das mit und ohne Festplatte erhältliche Speichergerät von Istego sichert Fotos von SDHC/SD- und anderen Speicherkarten. Inklusive Festplatte wiegt es 250 Gramm und zeigt Infos auf einem LCD-Display an.
Der neue Netzwerkspeicher Linkstation stellt seine Inhalte auch per Internet bereit - laut Hersteller kann man auch per iPhone auf seine Daten zugreifen. Das zu Preisen ab 170 Euro erhältliche NAS bietet aber auch Funktionen als iTunes-, Daten- und Drucker-Server.
Sonys E-Book-Reader PRS-505 ist nicht mehr ganz neu und kommt erst im ersten Halbjahr 2009 auf den deutschen Markt. Das Gerät soll aber auch mit Macs kompatibel sein und kann per USB mit E-Books, PDFs und RTFs befüllt werden.
Der neue Thecus N4100 Pro ist ein NAS mit maximal vier Festplatten und Unterstützung von RAID 0,1,5,6,10 and JBOD. Ohne Laufwerke kostet das Gerät 420 Euro, iTunes-, Media- und Foto-Serverdienste machen es auch für Privatanwender interessant. Als CPU kommt ein Geode LX800 zum Einsatz. Zwei Gigabit-Ethernetschnittstellen ermöglichen ein Fail-Over-Feature bei Netzproblemen aber auch Load Balancing soll das Gerät beherrschen.
Eine neue NAS-Lösung mit Platz für bis zu vier interne Festplatten ist das NS1 von LG. Sogar ein Blu-ray-Brenner ist integriert, man kann damit CDs, DVDs und Blu-rays automatisch als Image sichern und im Netz bereitstellen. Das auch für Privatanwender gedachte System bietet RAID5, RAID0 und RAID1 und ist laut Hersteller mit Mac-Systemem kompatibel. Neben den üblichen Netz- und Serverdiensten steht auch ein iTunes-Server zur Verfügung. Ab Dezember soll das Speichergerät verfügbar sein.
Nicht mehr ganz neu ist das Aufnahmegerät LS-10, das Olympus im "kleinsten Tonstudio der Welt" präsentiert. Der Hersteller hat dazu ein Mini-Aufnahmestudio in Form einer englischen Telefonzelle aufgebaut - mit Platz für einen Künstler mit Gitarre und einen Sänger. Für das im Handel knapp 400 Euro teure LS-10 gibt es seit Kurzem auch einen Windschutz und eine Fernbedienung.
Zwei Medienserver bietet Verbatim mit den Modellen Media Station und Media Station Pro. Die für die Einbindung ins Heimnetzt gedachten Festplatten fassen 500 GB an Daten, unterstützen Playlists und Bedienung per Fernbedienung. Die teurere Version Pro unterstützt 1.080p-Ausgabe, hat eine WLAN-Schnittstelle und einen HDMI-Ausgang.
Viele Hersteller rangen um den Titel des Geräts mit der geringsten Gehäusetiefe, so zeigt Philips ein Modell mit 8 mm Gehäusetiefe. Vor allem für die Wandmontage soll dies Vorteile bringen. Neu sind aber auch viele Technologien zur Bildverbesserung. So stellte Sony Fernseher mit 120 und 240 Hz-Technik vor. Das soll besonders flüssige Bewegungsabläufe ermöglichen. Diese Frequenzen sind ein glattes Vielfaches der 24 Bilder pro Sekunde auf einer Blu-ray-Scheibe.
Üblich sind bei vielen Modellen 50 Hz oder 100 Hz. Da diese Wiederholraten nicht glatt mit 24 Hertz zusammenpassen, kann es hier zu Bildruckeln kommen. Toshiba setzt dagegen auf Cell-Prozessoren und verbaut diese CPU in einigen neuen TFTs. Durch diesen auch in der Playstation verwendeten Chip sollen besonders aufwendige Bildverbesserungsalgorithmen möglich sein. Blu-ray-Abspielgeräte bietet Toshiba nicht, der neue DVD-Player XDE500KE soll dagegen mit einem besonderen Bildverbesserungsverfahren bessere Farbe, Schärfe und Kontrast bei Standard-DVDs ermöglichen.
Schleppende Verbreitung von Blu-ray
Blu-ray ist zum wiederholten Male Messethema. Trotz neuer Standards und dem Sieg über das Konkurrenzformat HD-DVD ist das Interesse bei den deutschen Kunden aber immer noch verhalten. So verkaufen sich Blu-ray-Filme immer noch recht schlecht. Zu den neu vorgestellten Blu-ray Abspielgeräten von Sony und Panasonic gesellt sich erstmals auch ein Blu-ray-Rekorder. Der Panasonic DMR-BW500, der HDTV-Aufnahmen auf Blu-ray brennen kann. Bisher ist das Gerät aber nur für den französischen Markt geplant, es nimmt nämlich HDTV-Sendungen über DVB-T auf. HDTV über DVB-T starten in Frankreich in diesem Jahr.
Aber auch bei Mobiltelefonen gab es viele neue Modelle, Samsung stellt etwa mit dem SGH-i8510 das erste Handy mit 8-Megapixel-Kamera vor.
Trend Netbook
Die neuen Mini-Notebooks und Mini-Desktops sind ebenfalls ein Messethema. So stellte Medion mit dem Akoya Nettop PC E2005 D den ersten so genannten Nettop vor: Ein kleiner Desktop mit Atom-CPU, der zum Preis von 300 Euro nur geringe Rechenleistung aber niedrige Lautstärke, mäßigen Energieverbrauch bietet. Geringerer Energieverbrauch war häufig ein Argument bei neuen Produkten, mehr noch aber bei den Geräten der Unterhaltungselektronik aber bei der "Weißen Ware", die in Form von Kühlschränken und anderen Küchengeräten erstmals auf der Messe vertreten war.





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