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Neulich bei den Marines

02.07.2004 | 13:57 Uhr |

Macwelt auf Werkstattbesuch bei Peter Tamtes neuer Firma.

Zusammen mit zwei Herren von Destineer erhaschen wir beeindruckende Szenen auf einem Bildschirm. So läuft das also bei einem Einsatz der US Marines. So sieht also "Close Combat: First to Fight" aus.

Peter Tamte ist ein unauffälliger Mann. Nettes Gesicht, freundliches Lächeln - aber ein knallharter Beruf. Als ehemaliges Führungsmitglied von Bungie ("Halo", "Oni", "Marathon") und Gründer von Macsoft weiß Tamte, dass er um die Gunst der Spieler hart kämpfen muss. Hart kämpfen, das müssen auch die simulierten US-Marine-Soldaten im kommenden 3D-Taktik-Shooter "Close Combat: First to fight". Fans von realitätsnahen Strategiespielen haben die Close-Combat-Reihe sicherlich noch in guter Erinnerung. Bisher sind fünf Episoden von Close Combat erschienen, allesamt angesiedelt als Echtzeit-Strategie im Zweiten Weltkrieg. Aushängeschilder der Serie sind realistische Szenarios und taktische Winkelzüge der Gegner, auf die der Spieler schnell reagieren muss.

Peter Tamte, Destineer, und Al Schilling, Macsoft (von links), mit Powerbook und Xbox-Controller bewaffnet als Marines unterwegs.
Vergrößern Peter Tamte, Destineer, und Al Schilling, Macsoft (von links), mit Powerbook und Xbox-Controller bewaffnet als Marines unterwegs.
© 2015

Destineer und Atomic Games führen diese Tradition im ersten First-Person-Ableger der Serie mit dem Untertitel "First to fight" fort. Als Anführer eines vierköpfigen Teams des US Marine Corps erledigen Sie heikle Aufträge, vornehmlich in Krisengebieten im Nahen Osten. Ähnlich wie das aufwändig gestaltete Freeware-Produkt der US Army "Americas Army", simuliert "First to fight" den Ablauf einer echten Marines-Mission. Besonders die künstliche Intelligenz der Team-Mitglieder spielt dabei eine große Rolle: Je nach Umgebung sichern die Kollegen Seitengänge, geben Rückendeckung oder überwachen das gefährliche Durchqueren eines Treppenaufgangs in alle Richtungen.

Rambo go home

Peter Tamte, President von Destineer, weist während der Präsentation der PC- und Xbox-Version des Spiels deutlich darauf hin, dass "First to fight" im Gegensatz zu "Americas Army" kein Spaziergang für waffenstarrende Rambos ist. Vielmehr ist der virtuelle Gruppenleiter für die Sicherheit seines Teams verantwortlich, und natürlich für das Erreichen des Missionsziels. In der geplanten Solo-Kampagne, die aus maximal 20 Einzelaufträgen besteht, wechseln die Einsatzgebiete zwischen engen Räumlichkeiten und weitläufigen Außenarealen. Bestimmte Aufträge lassen sich nur mit Verstärkung in Form von anderen Eingreiftruppen, Panzern oder Kampfhubschraubern lösen, die der Spieler per Funk an eine markierte Stelle beordert.

"First to fight" arbeitet mit einer eigenen 3D-Engine, die seit 2001 bei Destineer in Entwicklung ist. Hoch aufgelöste Texturen, schicke Licht- und Partikeleffekte sowie volumetrische Schatten gehören zum Standardrepertoire der Software. Ähnlich wie in den erfolgreichen "Rainbow Six"-Spielen steuern Sie Ihren Charakter aus der Egoperspektive und können aus einem kreisförmig angeordneten Menü bestimmte Befehle an die Kollegen geben. Aber auch ohne direkte Kommandos des Team-Leaders machen die KI-Kameraden eine gute Figur, reagieren auf Feindkontakt dynamisch und den Marines-Methoden entsprechend vorsichtig.

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