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New York Times erklärt Apples Fokus auf Patente

09.10.2012 | 10:02 Uhr |

Eigene negative Erfahrungen mit verlorenen Patentprozessen soll Apple dazu bewogen haben, Patente als Waffen einzusetzen.

Dies berichtet die New York Times . Letzter Auslöser sei der 100 Millionen US-Dollar schwere Vergleich mit Creative Technology gewesen, das die Patente auf einen "mobilen Musikplayer" besaß, aber mit seinen Produkten nicht mit dem iPod konkurrieren konnte. In Apples tiefer Vergangenheit waren gegen Microsoft verlorene Patentprozesse mit ein Grund, warum sich Windows im Massenmarkt durchsetzen konnte und nicht das klassische Mac-System.

Durch die Erfahrungen klüger geworden, soll Steve Jobs 2006 im Vorfeld der iPhone-Vorstellung seine führenden Manager angewiesen haben, rund um das iPhone "alles zu patentieren." Die Ingenieure hätten regelmäßig ihre Erfindungen vorgestellt und Apples Anwälte jede noch so kleine Idee zum Patent eingereicht, auch wenn sie sicher waren, das Patent nicht anerkannt zu bekommen. Auf der Keynote zur Macworld Expo am 9. Januar 2007, als Steve Jobs das iPhone vorstellte, betonte er auch mehrmals, die soeben gezeigten Features auch wirklich patentiert zu haben. Die damalige Strategie scheint sich heute auszuzahlen, Samsung wurde im August in Kalifornien wegen der Verletzung von Apples Patenten zu einer Strafzahlung von einer Milliarde US-Dollar verurteilt.

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