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New York will iPhone-Verschlüsselung verbieten

15.01.2016 | 12:35 Uhr |

Hersteller sollen unter Strafandrohung gewährleisten, dass sich ihre Smartphones entsperren oder entschlüsseln lassen, sieht ein Gesetzentwurf in New York vor.

Nicht nur Großbritannien bereitet Apple mit einem geplanten Verschlüsselungsverbot Sorgen, auch der US-Bundesstaat New York plant eine entsprechende Gesetzesinitiative . Das Gesetz sieht vor, dass in New York nur noch Smartphone verkauft werden dürfen, deren Verschlüsselung wenigstens der Hersteller knacken kann. Anderenfalls würden heftige Geldstrafen drohen, die Rede ist von 2.500 US-Dollar pro verkauftem Gerät - rückwirkend zum 1. Januar 2016. Apple hatte immer wieder beteuert, die starke Verschlüsselung von iMessages selbst nicht knacken zu können, auch sei es technisch unmöglich einen Sperrcode des iPhone zu umgehen. Seit iOS 8 sind iPhones ab Werk verschlüsselt, ist das Passwort stark genug und nicht nur eine einfache PIN wie "1234", lässt sich ein gesperrtes iPhone nicht aktivieren. Von dem Gesetz wären auch Android-Hersteller betroffen, ab Android 6.0 ist eine ähnlich starke Verschlüsselung implementiert.

Anders als die britische Gesetzesinitiative fordert New York keine Hintertür, verbietet den Herstellern aber Smartphones zu verkaufen, die sich nicht entsperren oder entschlüsseln lassen. Gegen eine Hintertür sprach sich Apple stets mit dem Argument aus, dass diese auch von Kriminellen und nicht nur von der Staatsanwaltschaft genutzt werden könnte.

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