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Next Generation

14.04.2005 | 15:14 Uhr |

Der iPod kann weit mehr, als man meint. Apple könnte diese Funktionen nutzen - tut es aber nicht. Da fragt man sich warum.

Wenn es um neue Produkte geht, gibt sich Apple zugeknöpft. Das ist nicht erst seit dem iPod so. Je mehr Geheimnisse man in Cupertino hütet, umso stärker brodelt die Gerüchteküche. Während sich die einen Kinoklassiker im Zweizollformat antun möchten, fordern andere Antennen im Metallrücken des iPod, um künftig mit dem MP3-Player zu telefonieren. In welchem Fall mehr Wunsch als Wirklichkeit überwiegt, vermag nur Apple zu beantworten.

Doch hat das eine oder andere Feature deshalb den Weg in das nächste Firmwareupdate des iPod gefunden, weil sich findige Bastler selbst geholfen haben. Mehr drin als man denkt Dass in den bereits ausgelieferten iPods mehr steckt, als man vermutet, beweist die Sprachmemofunktion, die Apple ein halbes Jahr nach der Vorstellung dem iPod der dritten Generation (3G) über ein Softwareupdate beibrachte. Zusammen mit einem Voicerecorder verwandelt er sich in ein Diktiergerät, das mono und in simpelster Klangqualität Sprachnotizen aufzeichnet, die bei der nächsten Synchronisation vom iPod nach iTunes fließen. Doch damit sind die Möglichkeiten des iPod bei weitem nicht ausgereizt. Wie Jeremy Horwitz, Autor der Webseite ipodlounge. com aufzeigt, ist der Prozessor des aktuellen iPod 4G zu weit mehr fähig, als Apple in seiner Software - dem so genannten iPod-OS (Operating System) - für seinen digitalen Walkman vorgesehen hat. Die Entwicklerfirma Portalplayer, die die technische Plattform für den iPod an Apple liefert, erklärt in einem Dokument, dass der verwendete Prozessor auch in der Lage wäre, Töne in Stereo und CD-Qualität aufzuzeichnen - und zwar schon der iPod der dritten Generation. Im iPod 4G, iPod Mini und im iPod Photo steckt ein noch leistungsfähigerer Chip (PP5020).

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