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Google überschwemmt von Flut an Beschwerden über Nexus One

14.01.2010 | 13:15 Uhr |

Googles Direktvertrieb bietet kaum Kundenservice. Anwender können Google nur via E-Mail kontaktieren und müssen tagelang auf Bestätigungen ihrer Bestellungen oder Anweisungen bei Problemen warten.

Anwender des neuen Google Smartphones Nexus One können bei Bedarf kaum auf Support hoffen. Das neue Smartphone wird von Google direkt an die Kunden verkauft und folglich wenden sich die Anwender direkt an Google, wenn Probleme auftauchen. Während normalerweise ein Netzwerkbetreiber Handys mit Vertrag verkauft und für Kundenberatung zuständig ist, hat Google kaum Ressourcen für diese Aufgabe.

Zurzeit werden ausschließlich Anfragen per E-Mail angenommen und eine Antwort innerhalb der nächsten zwei Werktage versprochen - viel zu langsam für die Anforderungen der Kunden. Sogar Bestätigungen für Bestellungen lassen länger als drei Tage auf sich warten.

Für Anwender, die sich direkt an ihre Netzwerkbetreiber HTC oder T-Mobile wenden, sieht es nicht besser aus. Laut den Online-Beschwerden werden meist die Kunden von einem Betreiber zum nächsten hin und her oder an Google verwiesen. Ein Kunde klagt, dass er in 90 Minuten gleich viermal zwischen den Netzwerkbetreibern weitergeleitet wurde, nur um schließlich zu hören, dass Google bedauerlicherweise keinerlei Unterlagen für Support zur Verfügung stellte. Andere Anwender werden gar mit Fehlinformationen abgespeist: Der HTC-Kundendienst erklärte einigen Kunden, die über schlechte 3G-Verbindungen klagten, dass Nexus One schlichtweg kein 3G unterstützt.

Insbesondere bei der Diskussion der Nexus One-Angebote scheiden sich die Geister. Gleich 516 Kommentare antworteten innerhalb kürzester Zeit auf eine Anfrage im Forum, wer welchen Dienst in Anspruch nehmen kann. So beklagen zum Beispiel langjährige T-Mobile-Kunden, dass sie letztendlich mehr als Neukundenzahlen müssen. Weder HTC noch T-Mobile oder Google nahmen bisher zu den Beschwerden Stellung.

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